Raul Fernandez (Trackhouse-Aprilia) fuhr beim ersten Training für den Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring die schnellste Runde. Mit neuen Reifen unterbot er die Zeit von Marc Marquez (Ducati) um 0,051 Sekunden. Fabio Di Giannantonio (VR46-Ducati) folgte als Dritter.
Für Marc Marquez begann das Rennwochenende nicht ideal. Schon in seinem ersten Run stürzte er in Kurve 3 von seiner Ducati. Im langsamen Omega klappte ihm das Vorderrad ein. Die Sportwarte schoben sein Motorrad hinter die Leitplanken.
Am Ende des ersten Runs stürzte zudem Maverick Vinales in der schnellen Rechtskurve 11. Seine KTM überschlug sich mehrfach im Kiesbett und bescherte den Tech3-Mechanikern viel Arbeit in der Mittagspause. Vinales blieb unverletzt.
Nach dem ersten Run führte Alex Marquez (Gresini-Ducati) die Zeitenliste an, aber Marc Marquez griff mit seinem Ersatzmotorrad an und näherte sich der Zeit seines Bruders zunächst bis auf zwei Hundertstelsekunden an.
In seiner neunten Runde stellte Marc Marquez mit 1:20.880 Minuten eine neue Bestzeit auf. Auch Di Giannantonio, der im vergangenen Jahr den Sachsenring-Rundenrekord aufgestellt hat, startete gut ins Wochenende.
Bei Halbzeit war „Diggia“ Zweiter und nur 0,056 Sekunden hinter Marc Marquez. Mit einer Zehntelsekunde Rückstand folgte Alex Marquez. Marco Bezzecchi (Aprilia) lag zu diesem Zeitpunkt als Vierter bereits eine halbe Sekunde zurück.
Zwölf Minuten vor Trainingsende gab es im Omega erneut gelbe Flaggen. Franco Morbidelli (VR46-Ducati) stürzte in Kurve 3, nachdem er am Ausgang der Kurve den Randstein berührt hatte.
Einige Fahrer wechselten für die Schlussphase auf neue Reifen. Darunter war auch Raul Fernandez, der mit 1:20.829 Minuten eine neue Bestzeit aufstellte. Das war letztendlich auch die schnellste Runde.
Die Marquez-Brüder sowie Di Giannantonio blieben auf gebrauchten Reifen. Mit lediglich 0,051 Sekunden Rückstand folgte Marc Marquez als Zweiter. „Diggia“ belegte am Vormittag Platz drei.
Joan Mir war einer jener Fahrer, die auf neue Reifen wechselten. Der Honda-Fahrer verbesserte sich damit auf Platz vier. Das galt auch für Jack Miller (Pramac-Yamaha), der sich mit neuen Reifen auf Position fünf katapultierte.
Alex Marquez legte in der zweiten Trainingshälfte nicht mehr zu und fiel auf Platz sechs zurück. Die Top 10 komplettierten Bezzecchi, Morbidelli und Jorge Martin (Aprilia), der als WM-Führender nach Deutschland gekommen ist.
Die vier KTM-Fahrer Vinales, Pedro Acosta, Brad Binder und Enea Bastianini belegten geschlossen die Positionen elf bis 14. Der Rückstand des österreichischen Motorrads betrug rund sieben Zehntelsekunden (zum Ergebnis).
Yamaha hat zum letzten Mal vor vier Jahren einen Grand Prix gewonnen, und zwar mit Fabio Quartararo hier auf dem Sachsenring. Der ehemalige Weltmeister belegte Platz 15. Auf die Spitze fehlten neun Zehntelsekunden.
Toprak Razgatlioglu (Pramac-Yamaha) ist bereits auf dem Sachsenring gefahren. Im Jahr 2014 gewann er das Rennen im Red Bull Rookies-Cup vor Mir. Mit neuen Reifen verbesserte sich der Türke auf Platz 16 und fuhr fast die gleiche Zeit wie Quartararo.
Im Vormittagstraining war von Francesco Bagnaia wenig zu sehen. Der Ducati-Werksfahrer war nur an der 19. Stelle zu finden.
Cal Crutchlow rollte zu Beginn des Trainings mit einem technischen Problem an seiner LCR-Honda aus.
Das Nachmittagstraining beginnt um 15:00 Uhr. Dann entscheidet sich, welche zehn Fahrer sich direkt für Q2 qualifizieren.
Wir wollen Deine Meinung!
Was würdest Du gerne auf Motorsport.com sehen?
An unserer 5-Minuten-Umfrage teilnehmen
– Das Motorsport.com-Team