
Die Social-Media-Plattformen von Meta wurden von der Europäischen Kommission (EU) beschuldigt, Funktionen wie automatisch abspielende Videos und endloses Scrollen anzubieten, die potenziell zu Nutzersucht führen können. – Illustration: REUTERS
Laut Reuters gab die Europäische Kommission (EK) am 10. Juli nach einer zweijährigen Untersuchung ihre vorläufigen Ergebnisse bekannt, wonach Meta gegen das Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) verstoßen hat.
Es hat wenige Einschränkungen, macht aber stark süchtig.
Die EU-Kommission wirft Meta vor, die Suchtgefahr durch sein personalisiertes Inhaltsempfehlungssystem, die Autoplay-Funktion und das unendliche Scrollen auf Facebook und Instagram nicht ausreichend eingeschätzt zu haben.
Die Agentur wies außerdem darauf hin, dass die Formate Reels und Stories dazu beitragen könnten, dass sich die Nutzer zu sehr in die Inhalte vertiefen.
Die EU-Kommission stellte fest, dass die Risikominderungsmaßnahmen von Meta unwirksam seien, da die Tools zur Bildschirmzeitverwaltung leicht übersehen würden und die Kindersicherungsfunktionen schwer zu bedienen seien.
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EC forderte von Meta, dass Autoplay und unendliches Scrollen standardmäßig deaktiviert werden, Bildschirmzeitpausen hinzugefügt werden und das Empfehlungssystem so angepasst wird, dass weniger Interaktionsaufforderungen benötigt werden.
Als Reaktion auf die Vorwürfe erklärte Meta-Sprecher Ben Walters, das Unternehmen sei mit den vorläufigen Feststellungen der EU-Kommission nicht einverstanden.
„Wir sind mit diesen vorläufigen Schlussfolgerungen nicht einverstanden, da sie die wichtigen Schritte, die wir zum Schutz junger Menschen unternommen haben, nicht richtig widerspiegeln“, sagte Walters.
Walters wies darauf hin, dass Meta Teenager-Konten eingeführt hat, die automatisch Schutzmaßnahmen für diese Nutzergruppe anwenden und es Eltern ermöglichen, den Instagram-Zugriff nachts zu sperren und die tägliche Nutzungsdauer auf 15 Minuten zu begrenzen.
Europa plant ein Verbot sozialer Medien für Personen unter 16 Jahren.
Henna Virkkunen, die EU-Technologiekommissarin, erklärte gegenüber Reuters, die aktuellen Algorithmen von Facebook und Instagram seien zu süchtig machend und müssten geändert werden. Sollte Meta keine Anpassungen vornehmen, werde die Europäische Kommission ein Urteil fällen, das das Unternehmen als nicht konform einstuft.
Meta könnte in den kommenden Monaten, bevor die EU-Kommission eine endgültige Entscheidung trifft, Stellung nehmen. Bei einem Verstoß drohen dem Unternehmen Geldstrafen in Höhe von bis zu 6 % seines weltweiten Jahresumsatzes.
Dies ist nicht die einzige Maßnahme der EU gegen Meta. Die EU-Kommission untersucht derzeit auch den sogenannten „Kaninchenloch-Effekt“, bei dem die Algorithmen von Facebook und Instagram Nutzern ständig ähnliche Inhalte vorschlagen, die diese gerade ansehen, und sie so zum Weiterschauen animieren.
In einem weiteren, im April bekannt gewordenen Fall forderte die EU-Kommission Meta außerdem auf, die Maßnahmen zum Schutz von Kindern unter 13 Jahren vor dem Zugang zu den sozialen Netzwerken des Unternehmens zu verstärken.
Die Europäische Kommission wird den Expertenbericht voraussichtlich am 13. Juli erhalten. Dieser Bericht könnte die Grundlage für ein europaweites Verbot der Nutzung sozialer Medien durch junge Menschen bilden, das voraussichtlich im September von der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, angekündigt werden wird.
Quelle: https://tuoitre.vn/chau-au-yeu-cau-meta-tat-tinh-nang-gay-nghien-บน-facebook-va-instagram-100260710175106343.htm