Ein Waldbrand in Andalusien hat bisher 6.600 Hektar Land zerstört und mindestens 12 Menschen getötet, vor allem Briten und Belgier, sagen Behörden. Viele Menschen werden noch vermisst.
Spanische Behörden vermuten, dass sich Briten und Belgier unter den Todesopfern des Waldbrandes in der Nähe von Almería befinden. Bei der Tragödie starben nach Angaben der andalusischen Regierung mindestens zwölf Menschen, 23 weitere Personen gelten immer noch als vermisst. Es handelt sich demnach um Personen, die vor den Flammen fliehen wollten, dabei jedoch eine falsche Fluchtroute gewählt hätten.
Das Feuer war nach Angaben der Regionalregierung
am Donnerstagnachmittag in Los Gallardos in der Nähe von Bédar nordöstlich von Almería ausgebrochen und verwüstete bisher 6.600 Hektar Wald- und Ackerland
in der Gegend in der Nähe der Mittelmeerküste. Eine Autobahn und mehrere Landstraßen wurden gesperrt.
Regionalpräsident Juanma Moreno und Bürgermeister betroffener Ortschaften sagten, vor allem Ausländer hätten die Evakuierungsaufrufe missachtet. Dies habe wahrscheinlich zum Ausmaß der Tragödie beigetragen. Viele der Toten seien in der Nacht zum Freitag in einem Fahrzeug sowie auf den Straßen von den Flammen eingeschlossen worden und verbrannt.
Regierung und Polizei bleiben hoffnungsvoll
Am Samstag seien erstmals seit dem Brandausbruch am Donnerstag Löscharbeiten im »Angriffsmodus« möglich, sagte der andalusische Katastrophenschutzminister Antonio Sanz. Hohe Temperaturen von rund 35 Grad und starker Wind hätten die Löscharbeiten zuvor erschwert und nur einen »defensiven Einsatz« zugelassen. »Wir können den heutigen Tag mit besseren Aussichten als gestern angehen«, sagte Sanz. Hunderte Feuerwehrleute und Soldaten sind im Kampf gegen die Flammen im Einsatz. Unter anderem mit 30 Löschflugzeugen und Hubschraubern. Auch Drohnen unterstützen die Löscharbeiten.
© Lea Dohle
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»Was uns derzeit Sorgen bereitet, sind diese 23 Menschen, die als vermisst gelten«, sagte Regionalpräsident Moreno. »Das bedeutet aber nicht, dass sie tot sind.« Chef der regionalen Polizei, Luis Ortega, versicherte, man suche die Vermissten »von Haus zu Haus«. Auch er gab sich hoffnungsvoll: »Ich glaube nicht, dass wir noch viele Leichen entdecken werden.«
Etwa 1.500 Menschen wurden bisher evakuiert und in Notzelte gebracht. 400 teils ältere Menschen seien an sichere Orte gebracht worden. »Durch die Evakuierungen wurden viele Menschenleben gerettet«, sagte Gesundheitsminister Sanz.
Bei der Fußballweltmeisterschaft in den USA wurde am Freitagabend vor dem Anpfiff des Viertelfinalspiels zwischen Spanien und Belgien eine Schweigeminute für die Opfer abgehalten.
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