Gleich zwei Waldbrände haben am Sonntag die Einsatzkräfte in Osttirol und im Innsbrucker Land gefordert. Glücklicherweise konnten beide Brände durch das rasche Einschreiten der Feuerwehren schnell unter Kontrolle gebracht werden.

Der erste Alarm ging am Sonntagvormittag gegen 9.40 Uhr in Lienz ein. Im Bereich Hochstein, etwa zehn Meter oberhalb der dortigen Gemeindestraße, war ein kleiner Glimmbrand im Waldboden ausgebrochen. Das Feuer erstreckte sich über eine Fläche von rund drei mal drei Metern. Die alarmierte Freiwillige Feuerwehr Lienz rückte umgehend mit drei Fahrzeugen und 18 Einsatzkräften aus. Den Helfern gelang es rasch, eine weitere Ausbreitung zu verhindern und die Flammen zu löschen. Es entstand nur geringer Sachschaden, Personen wurden nicht verletzt. Eine konkrete Brandursache konnte vorerst nicht ermittelt werden.

Kurz darauf, gegen 12.40 Uhr, schlugen die Brandmelder im südöstlichen Mittelgebirge an. Im Waldgebiet „Aigeseck“ im Gemeindegebiet von Aldrans war ein Brand ausgebrochen, der sich bereits auf eine Fläche von rund 100 Quadratmetern ausgedehnt hatte.

Um das Feuer im dichten Wald effektiv bekämpfen zu können, mussten die Freiwilligen Feuerwehren Aldrans und Rinn eine Löschwasserleitung im sogenannten „Pendelverkehr“ einrichten. Dank dieses koordinierten Einsatzes von insgesamt 35 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen konnte das Feuer schließlich gelöscht werden. Auch hier wurden keine Personen verletzt, die Schadenshöhe sowie die Brandursache sind derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen.

Beim Waldbrand in Osttirol, der seit Freitag ein Großaufgebot an Feuerwehren auf Trab hält, kann voraussichtlich am Sonntagabend „Brand aus“ gegeben werden. Das Feuer war Freitagnachmittag auf einer Fläche von zehn bis zwölf Hektar abgeholztem Gebiet im sogenannten Mitteldorfer Wald südlich von Virgen ausgebrochen. Rund 170 Feuerwehrleute standen zu Spitzenzeiten im Einsatz. (TT.com)