Nach einer Schwerpunktaktion gegen die Autoposerszene denkt der Bezirk Innere Stadt über ein Nachtfahrverbot nach. Ziel ist es, Anrainerinnen und Anrainer künftig besser vor Lärm zu schützen.

Nach einer Schwerpunktaktion der Polizei gegen die Autoposerszene in der Wiener Innenstadt könnte es künftig zu weiteren Maßnahmen kommen.

Der Bezirk Innere Stadt spricht sich dafür aus, ein zeitlich beschränktes Nachtfahrverbot oder Zufahrtsbeschränkungen ab 22 Uhr prüfen zu lassen.

66 Anzeigen bei Schwerpunktkontrolle

Auslöser der Debatte ist eine Polizeikontrolle am vergangenen Wochenende in der Rotenturmstraße. Dabei wurden laut Polizei 66 Anzeigen und 30 Organmandate ausgestellt.

Nach Angaben der Exekutive versuchen vor allem in den Nächten von Donnerstag bis Sonntag zahlreiche Lenker mit laut aufheulenden Motoren Aufmerksamkeit zu erregen. Viele Fahrzeuge seien nur für das Wochenende gemietet.

Bezirk fordert Entlastung für Anrainer

Bezirksvorsteher Markus Figl (ÖVP) spricht sich für eine Prüfung weiterer Maßnahmen aus.

Ziel sei es, die Belastung für die Bewohnerinnen und Bewohner der Inneren Stadt zu reduzieren.

Ob ein Nachtfahrverbot oder eine Zufahrtsbeschränkung tatsächlich umgesetzt werden kann, müssen nun die zuständigen Fachabteilungen und Behörden prüfen.

Der Bezirk betont, dass sowohl die rechtliche als auch die verkehrstechnische Umsetzbarkeit erst bewertet werden müsse.

Parallel dazu sollen die Schwerpunktkontrollen gegen Lärm, Raserei und gefährliches Fahrverhalten fortgesetzt werden.