Am Wiener Wohnungsmarkt zeichnet sich eine Trendwende ab. Laut einer aktuellen Marktanalyse steigt die Nachfrage nach hochwertig sanierten Bestandswohnungen, während ältere Neubauten an Bedeutung verlieren.

Der Wiener Wohnungsmarkt verändert sich. Nach einer aktuellen Auswertung von Immo Analytics steigt die Nachfrage nach hochwertig sanierten Bestandswohnungen deutlich an.

Besonders sanierte Altbauwohnungen profitieren demnach von ihrer Lage in gewachsenen Grätzeln, einer verbesserten Energieeffizienz und häufig günstigeren Preisen im Vergleich zu Neubauten.

Ältere Neubauten verlieren an Attraktivität

Während sanierte Bestandswohnungen stärker nachgefragt werden, verlieren ältere Neubauten laut der Analyse weiter an Marktanteilen.

Ein Grund dafür sei auch die anhaltend geringe Neubautätigkeit. Dadurch verlagere sich der Markt zunehmend auf bestehende Wohnungen.

Mieten steigen vielerorts stärker als die Inflation

Die Analyse zeigt außerdem, dass die Bruttomieten für typische Neubauwohnungen mit rund 50 Quadratmetern Wohnfläche in fast allen Wiener Bezirken stärker gestiegen sind als die Inflation.

Besonders kräftig entwickelten sich die Mieten laut Immo Analytics zuletzt in:

Aufwertungen treiben Preise

Auch Stadtentwicklungsprojekte wirken sich auf den Wohnungsmarkt aus.

Laut der Analyse führen Verbesserungen des öffentlichen Raums – etwa mehr Grünflächen oder eine bessere Erreichbarkeit – zu steigenden Mieten in den umliegenden Grätzeln.

Weniger Neubau sorgt für Angebotsknappheit

Nach Einschätzung von Immo Analytics bleibt die geringe Neubautätigkeit einer der wichtigsten Preistreiber.

Das knappe Angebot treffe weiterhin auf eine stabile Nachfrage und dürfte den Wiener Mietmarkt auch in den kommenden Monaten prägen.

Auch für Graz sieht eine zitierte Studie vor allem ein Angebotsproblem. Dort wird der gemeinnützige Wohnbau als wichtiger Faktor für leistbares Wohnen hervorgehoben.