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Beginnt jetzt die Zukunft von 1860 München? Zumindest ein Stadion hat der ehemalige Drittligist nun: Für die kommende Saison wurde am Dienstag der Mietvertrag für das Grünwalder Stadion mit der Stadt München gezeichnet.
Es ist der erste, offizielle Vorgang der neuen 1860 Spielbetriebs-GmbH seit dem Zwangsabstieg in die Regionalliga und dem wirtschaftlichen Kollaps der Lizenzspielerabteilung (KgaA). „Damit sind die organisatorischen und verbandsrechtlichen Voraussetzungen für die Austragung unserer Heimspiele in der Regionalliga-Saison 2026/2027 geschaffen“, vermeldet das Löwen-Präsidium rund um Gernot Mang (56). Nach BILD-Infos zahlen die neuen Löwen rund 500.000 Euro Miete in der Saison. Zuletzt wurde das Mietverhältnis immer für eine Saison mit der KgaA geschlossen. Jetzt also sind die neuen Löwen die Mieter.
Für die Pleite-Löwen sind das die ersten guten Nachrichten seit Anmeldung der Insolvenz. Eine Spielstätte ist sicher, doch wer wird darin spielen? Und wann können die Fans Karten kaufen?
Die Zeit drängt weiter. Bis spätestens am 21. Juli (BILD berichtete) muss eine Regionalliga-Mannschaft im Toto-Pokal (Landespokal in Bayern) antreten, in der Regionalliga geht es am ersten August-Wochenende für die neuen Löwen los, der Bayerische Fußballverband hat ihnen am ersten Spieltag spielfrei erteilt (19er Liga) .
Doch noch fehlen weiter die Unterschriften der Spieler und ein Trainer. Auch wurden bisher keine Dauerkarten in den Verkauf gebracht. Die zuletzt 8000 verkauften Dauerkarten (rund 4 Millionen Euro) wurden noch zu Drittliga-Zeiten verkauft, sind nun Teil der Insolvenzmasse. Um die Regionalliga-Löwen sehen zu können, müssen die Fans also nochmal in die Tasche greifen.
Wie reagiert Ex-Investor Hasan Ismaik?
Auch der sogenannte „Servicevertrag“ ist noch nicht unterschrieben. Die Löwen könnten gegen eine monatliche Gebühr (im niedrigen sechsstelligen Bereich) auf die Infrastruktur der insolventen Geschäftsstelle (u.a. Personal, EDV, Buchhaltung) zugreifen – und somit schneller ihre neue Firma auf den Weg bringen. Eigentlich eine gute Lösung, da dadurch Insolvenzverwalter Dr. Max Liebig (48) Geld für die Insolvenzmasse generieren kann. Doch noch ist nichts unterschrieben.
Die größte Unsicherheit aber bleibt: Wie wird Ex-Investor Hasan Ismaik (48) reagieren? Der jordanische Geschäftsmann, der rund 80 Millionen Euro seit 2011 in die Löwen gesteckt hat, lässt sich von Star-Anwalt Peter Gauweiler (76) vertreten. Klagen wurden bisher noch keine eingereicht. BILD gegenüber sagt er zuletzt: „Mein Rechtsteam unter der Leitung von Dr. Peter Gauweiler wird nach einer umfassenden Prüfung des gesamten Sachverhalts zu gegebener Zeit alle erforderlichen rechtlichen Schritte einleiten. Wir haben volles Vertrauen in die Rechtsstaatlichkeit in Deutschland und in die Unabhängigkeit der Justiz. Verträge, rechtliche Verpflichtungen und die Rechte aller Beteiligten müssen gewahrt werden.“