Nach ukrainischen Angaben stand die „Izumrud“ seit 2014 im Dienst und verfügte unter anderem über einen Hubschrauberlandeplatz. Die Marine erklärte zudem, das Schiff habe 2018 an der Konfrontation mit ukrainischen Schiffen in der Straße von Kertsch teilgenommen. Noworossijsk, unweit der von Russland annektierten Halbinsel Krim, war bereits mehrfach Ziel ukrainischer Angriffe.
Die Ukraine kündigte zudem weitere Angriffe an. Von russischer Seite gab es zunächst keine Stellungnahme zu den ukrainischen Angaben.

Luftbild des im Hafen versenkten FSB-Schiffes (Quelle: X/@wartranslated)
Ukrainisches Parlament nimmt Rücktritt von Ministerpräsidentin an
Das ukrainische Parlament hat den Rücktritt von Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko angenommen. Die 40-jährige Ökonomin legte ihr Amt nach einem Jahr auf Bitten von Präsident Wolodymyr Selenskyj nieder. Mit dem Ausscheiden Swyrydenkos tritt am Dienstag verfassungsgemäß die gesamte Regierung zurück. Selenskyj begründete die Regierungsumbildung kaum. Er erklärte lediglich, die Ukraine ändere ihren politischen Kurs und benötige neues Personal. Einige Abgeordnete äußerten im Parlament Unbehagen über den abrupten Wechsel.
Swyrydenko hatte das Amt vor einem Jahr übernommen, nachdem ein Korruptionsskandal die ukrainische Führung erschüttert hatte. Kritiker warfen ihr vor, nicht entschlossen genug gegen Bestechlichkeit vorgegangen zu sein. Der Oppositionsabgeordnete Jaroslaw Schelesnjak von der Holos-Partei kritisierte die Bilanz der scheidenden Regierung: „Uns wurden jeden Tag Ergebnisse versprochen. Die Regierung hat dieses Versprechen gehalten: jeden Tag Präsentationen, jeden Tag Pressekonferenzen und jeden Tag ein neuer Verdächtiger in einem Korruptionsfall.“
Swyrydenko betonte in ihrer Abschiedsrede dagegen, für sie hätten stets konkrete Resultate gezählt. Sie fügte hinzu, dass die Vorbereitung auf den kommenden Winter die größte Herausforderung für die neue Regierung sein werde, da mit verstärkten russischen Angriffen auf das Strom- und Gasnetz zu rechnen sei.
Kreml kritisiert Merz für geplante Sicherheitsgarantien an Kiew
Der Kreml hat Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz zu künftigen Sicherheitsgarantien für die Ukraine kritisiert. „Sicherheitsgarantien ohne die Beteiligung Russlands zu formulieren, ist unmöglich“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Die Aussagen von Merz zeugten davon, dass die Europäer in einer Sackgasse stecken. Sollten die Europäer davon tatsächlich überzeugt sein, „dann schließt das die Teilnahme der europäischen Länder am Prozess der Regulierung aus“, sagte Peskow.
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