Besonders empören sich die Kirchen laut RTS darüber, dass die Regierung die Seelsorge, also die spirituelle Begleitung der Bevölkerung, in Krisensituationen nicht mehr für notwendig erachte. “Das ist sachlich nicht nachvollziehbar”, zitierte RTS aus dem Brief. Hintergrund ist, dass die Regierung im Antrag zur Gesetzesänderung argumentiert hatte, dass wegen der fortschreitenden Loslösung der Menschen von religiösen Normen und der Kirche im Fall von Katastrophen oder Kriegen nicht mehr alle Priester vom Militärdienst freigestellt sein müssten, um die geistliche Betreuung der Zivilbevölkerung sicherzustellen.