Das vatikanische Kreditinstitut IOR bekommt einen neuen Generaldirektor. Es ist der 55-jährige Italiener Giovanni Boscia.

Papst an Banker: „Nicht Kapital, sondern Menschen“

Banken haben es „in erster Linie nicht mit Kapital, sondern mit Menschen zu tun“. Daran hat Papst Leo XIV. italienische Banker an diesem Samstag bei einer Audienz erinnert.

Er soll sein Amt am 1. Oktober dieses Jahres antreten, kündigte das IOR an diesem Mittwoch an. Boscia wird Nachfolger von Gian Franco Mammi, der aus Altersgründen nach elf Jahren an der IOR-Spitze aus dem Amt scheidet.

Das IOR wird häufig auch als Vatikanbank bezeichnet. Vor Jahrzehnten wurde es wiederholt mit Finanzskandalen in Verbindung gebracht, hat aber seit Beginn des Jahrhunderts einen Erneuerungsprozess durchlaufen.

Vatikanbank veröffentlicht Bilanz 2025: 51 Millionen Euro Gewinn

Die „Vatikanbank“ (IOR) hat diesen Montag ihren Jahresbericht veröffentlicht, der den Abschluss des Jahres 2025 enthält. Die zuständige Kardinalskommission hat demnach die …


Die Kardinäle haben schon zugestimmt

Boscias Ernennung wurde von einer Kardinalskommission, die das IOR beaufsichtigt, bereits gebilligt. Der künftige Generaldirektor trat 2019 als Finanzleiter in das IOR ein, übernahm 2021 zusätzlich die Leitung des „Asset Management“ als Investmentleiter und bekleidet seit 2023 das Amt des stellvertretenden Geschäftsführers. Er verfügt über dreißig Jahre Erfahrung auf den internationalen Finanzmärkten bei führenden Instituten, darunter „Citigroup“.

(vatican news – sk)