90minuten: Im Herbst hast du in einem „Sky“-Interview nach dem Spiel gegen den SK Rapid ein dänisches Sprichwort verwendet und gemeint: „Die Ketchup-Flasche ist jetzt offen“. Damals ist dir dein erstes Tor seit der Rückkehr gelungen, jetzt stehst du bei sieben. Wie groß ist das Selbstvertrauen inzwischen?

Baden Frederiksen: Sehr groß. Selbstvertrauen ist wirklich wichtig, als Stürmer lebt man davon. Vor meinem Wechsel zurück zur WSG habe ich eineinhalb Jahre nicht mehr regelmäßig oder auf diesem Level gespielt, das letzte Tor lag fast 800 Tage zurück. Man hat mir hier eine Chance gegeben, das auszupacken, was lange ganz tief in einem Koffer gesteckt ist. Ich bin wirklich zufrieden und glaube, dass sogar noch mehr gehen kann, wenn ich ehrlich bin. Manchmal vergesse ich selbst, wie schlecht es mir vor wenigen Monaten gegangen ist. Es ist immer wichtig, auf dem Boden zu bleiben und zu wissen, woher man kommt. Ich genieße jedes Spiel, es entwickelt sich in die richtige Richtung. Wenn bald wirklich alles verarbeitet ist, glaube ich vielleicht noch mehr an mich. Ein Hattrick hilft natürlich enorm – wenn es nicht so wäre, würde etwas falsch laufen.

90minuten: Im Spiel gegen den GAK am Sonntag geht es um viel. Sollte die WSG Tirol gewinnen, Rapid, Ried und Altach in den Parallelspielen aber nicht, wärt ihr in der Meistergruppe dabei. Wie läuft die Vorbereitung?

Baden Frederiksen: Es ist allen bewusst, wie wichtig das nächste Spiel ist. Wir hatten einen Tag frei, abgesehen davon läuft die Vorbereitung aber gleich wie in anderen Wochen. Natürlich spüren wir den Druck. Das ganze Team weiß aber auch, dass wir uns diese Position erarbeitet haben. Wir können mit den besten Vereinen der Liga mithalten und haben auch schon gegen sie gewonnen. Gleichzeitig treffen wir auf einen direkten Gegner in der Tabelle, wir wollen den Abstand nach unten vergrößern. Ob wir am Ende in der oberen oder unteren Hälfte landen, haben wir nicht selbst in der Hand. Wir werden aber alles tun, um die Chance mit drei Punkten am Leben zu halten. Dann drücken wir die Daumen und hoffen, dass es sich ausgeht.