Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Russland attackiert türkisches Frachtschiff – fünf Tote

Von J. Seiferth, T. Schibilla, F. Michalski, C. Cöln, J. Hartung, M. Küper, S. Cleven, C. Siemer, P. Riesbeck, A. Janzen, T. Wanhoff, M. Kloft, J. Fischer, M. Lattemann

Aktualisiert am 19.07.2026 – 21:06 UhrLesedauer: 33 Min.

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Feuerbälle über russischer Anlage.

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Putin plant wohl eine neue Mobilisierungswelle. Russland attackiert offenbar ein türkisches Frachtschiff. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Ukrainische Marine: Fünf Tote bei russischem Raketenangriff auf türkisches Schiff

Bei einem russischen Raketenangriff auf ein türkisches Frachtschiff sind nach ukrainischen Angaben fünf Besatzungsmitglieder getötet worden. Die ukrainische Marine erklärte am Sonntag, Russland habe die „Golden Leo“ mit drei Marschflugkörpern beschossen, als der mit Getreide beladene Frachter dabei gewesen sei, „das Kampfgebiet“ zu verlassen.

Zusätzlich zu den fünf Toten würden fünf Besatzungsmitglieder noch vermisst, erklärte die Marine. Acht Menschen seien in ein Krankenhaus der Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer gebracht worden.

„Das ist ein weiterer gezielter Angriff Russlands gegen ein unbewaffnetes ziviles Schiff unter fremder Flagge, das keinerlei militärische Bedrohung darstellte“, erklärte die ukrainische Marine. Die „Golden Leo“ fährt unter der Flagge von Guinea-Bissau.

Putin dankt Nordkoreas Außenministerin für Unterstützung in Ukraine-Krieg

Russlands Präsident Wladimir Putin hat Nordkorea für die Unterstützung von Moskaus Krieg in der Ukraine gedankt. Er wolle sich „noch einmal“ für die von Pjöngjang erhaltene Unterstützung für Russlands „Spezialoperation“ bedanken, sagte Putin am Sonntag bei einem Treffen mit Nordkoreas Außenministerin Choe Son Hui in Moskau laut einem vom Kreml veröffentlichten Video.

Die „heldenhaften Taten“ der nordkoreanischen Soldaten würden „niemals vergessen“. Sie würden „genauso geehrt wie unsere Landsleute“, fügte Putin hinzu. Bei der Gelegenheit pries der Kreml-Chef zudem das gegenseitige Verständnis, das mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un aufgebaut worden sei.

Massiver russischer Raketenangriff auf Kiew – Opfer

Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew mit Dutzenden ballistischen Raketen beschossen und damit erneut verheerende Zerstörungen angerichtet. Dutzende Explosionen, teils von Flugabwehrraketen, waren in der Nacht im Zentrum der Dreimillionenstadt zu hören, wie ein dpa-Reporter in der Stadt berichtete. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem „der massivsten ballistischen Angriffe auf Kiew“. Demnach gab es einen Toten und 16 Verletzte.

Außenminister Andrij Sybiha sprach auf X von „brutalem Terror“ – Russland habe die bisher größte Zahl an ballistischen Raketen seit Kriegsbeginn gegen Kiew eingesetzt. Der Staatschef und der Minister forderten den Westen zur raschen Lieferung von Flugabwehrraketen auf.

urn:newsml:dpa.com:20090101:260719-935-1489991Vergrößern des BildesZerstörtes Auto in Kiew. (Quelle: Efrem Lukatsky)

Ukraine: Putin will 500.000 neue Soldaten

Russland bereitet nach Angaben eines ukrainischen Regierungsvertreters für den Herbst die Mobilisierung von 500.000 Menschen vor. Das erklärte Andrij Kowalenko, Leiter des Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation beim Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine, am Samstag auf Telegram. Demnach sollen Teile der Rekruten bereits innerhalb der ersten zwei Wochen an die Front im Osten geschickt werden.