„Nur zweimal swipen auf Instagram“
In dieser Zeit hörte Clueso viel Musik, die stark auf Live-Klänge setzt – etwa von Bruce Springsteen oder den Parcels. „Beim letzten Album habe ich viel mit verschiedenen Produzenten gearbeitet und experimentiert. Aber in einer Zeit mit viel KI-Inhalte hatte ich total Bock auf human-made.“ Also Musik, die bewusst „wackelt“ und von Menschenhand gemacht ist. Dieses Gefühl von Echtheit zieht sich auch durch „Deja Vu“. Im Alltag merkt Clueso selbst, wie schnell einem das Digitale zu viel werden kann. „Am meisten spüre ich es, wenn ich analog arbeite – male, bastle oder im Studio rumprobiere. Dann findet man Zugang zu alten Bildern in sich, die unter den digitalen Bildern verschüttet sind“, erzählt er. Seinen persönlichen Digital Detox versucht er auf einfache Weise umzusetzen: Bei Instagram etwa habe er sich angewöhnt, nur zweimal zu swipen. „Nach viermal merke ich schon, wie mein Gehirn getriggert wird. Das Netz weiß manchmal besser über einen Bescheid als man selbst“, sagt er lachend.