Neun Monate nach dem Juwelen-Diebstahl im Pariser Louvre soll der betroffene Museumsbereich nun wieder zu besichtigen sein. Die Apollo-Galerie soll am Mittwoch wiedereröffnet werden. Allerdings sollen in der Galerie vorerst keine Juwelen mehr ausgestellt werden.

»Wir wollen einen Neuanfang«, sagte Louvre-Direktor Christophe Leribault. Die Galerie mit ihren kunstvollen Wand- und Deckendekorationen solle künftig wieder als Prunkgalerie erlebbar gemacht werden. Dafür würden die kostbaren Objekte aus der Galerie entfernt. Noch offen ist ein geeigneter Ort für die Objekte und die Finanzierung der umfangreichen Bauarbeiten.

Restaurierung beschädigter Objekte

Bei dem spektakulären Juwelendiebstahl am 19. Oktober 2025 waren vier Männer am helllichten Tage mit Hilfe eines Lastenaufzugs in die Apollo-Galerie eingedrungen. Sie erbeuteten einen Teil der französischen Kronjuwelen im Materialwert von 88 Millionen Euro,  der ideelle Verlust ist noch größer. Die mutmaßlichen Täter wurden festgenommen, aber die Beute wurde bis heute nicht gefunden.

Die beim Einbruch beschädigte Krone von Kaiserin Eugénie wird derzeit restauriert. Nach ihrer Rückkehr in den Louvre soll sie einen besser gesicherten Platz erhalten, der zugleich den Besucherstrom im Museum verbessern soll.

»Diese Krone wird berühmter sein als zuvor – ähnlich wie die Mona Lisa nach ihrem Diebstahl im Jahr 1911«, sagte Museumsdirektor Leribault. Die Geschichte der Krone und ihre Beschädigung beim Einbruch könnten ihre Bedeutung und Ausstrahlung sogar noch verstärken.

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