
Entlassungswelle bei Disney: Mehrere Hundert Stellen fallen weg. Betroffen sind Pixar, National Geographic, ABC News und ESPN. Alle Details.
Beim US-Mediengiganten Walt Disney kommt es zu einer weiteren großen Konsolidierungswelle: Der Konzern streicht mehrere Hundert Arbeitsplätze quer durch verschiedene Unternehmenssparten. Besonders stark betroffen sind dieses Mal renommierte Marken wie Pixar und National Geographic, aber auch bei ESPN und ABC News fallen Stellen dem Rotstift zum Opfer.
Das Wichtigste auf einen Blick
Umfang der Kürzungen: Mehrere Hundert Positionen werden im gesamten Konzern abgebaut.
Hauptbetroffene Sparten: Pixar, National Geographic (Kabelnetzwerk, Redaktion und Operations) sowie ESPN.
Disney Entertainment Group: Hier fallen knapp 100 Stellen weg, darunter rund ein Dutzend bei ABC News.
Hintergrund bei ESPN: Der Stellenabbau steht im direkten Zusammenhang mit einem neuen Rechte-Deal mit der NFL.
Führungsebene: CEO Josh D’Amaro, der Anfang des Jahres die Nachfolge von Bob Iger antrat, verzichtet Medienberichten zufolge auf ein erneutes internes Memo zu den aktuellen Kündigungen.
Die betroffenen Unternehmenssparte im Überblick
Sparte / EinheitAusmaß der KürzungenEinordnung & DetailsNational GeographicHauptteil der Kürzungen in der Entertainment GroupBetrifft sowohl das Kabelnetzwerk als auch Redaktion und Betrieb.Pixar AnimationStark betroffenTeil der flottenübergreifenden Verschlankung im Studiobereich.ESPNLaufende EntlassungenAusgelöst durch den NFL-Network-Deal; auch On-Air-Personal betroffen.ABC Newsca. 12 StellenPunktuelle Einschnitte im News-Bereich.Disney Entertainment Television (DET)VereinzeltBetrifft administrative und operative Einheiten.
Fokus auf Verschlankung: Laut Unterlagen aus dem Frühjahr verfolgt das Management das Ziel, eine agilere und technologisch optimierte Belegschaft aufzubauen.
Riesige Belegschaft: Zum Ende des Geschäftsjahres 2025 beschäftigte Disney weltweit rund 231.000 Mitarbeiter (172.000 in den USA, 59.000 international), maßgeblich getrieben durch das Personal in den Freizeitparks.
Restrukturierung unter neuem CEO Josh D’Amaro
Die aktuellen Entlassungen sind Teil eines anhaltenden Umbaus unter der Leitung von CEO Josh D’Amaro, der das Amt von Langzeit-Chef Bob Iger übernommen hatte. Bereits in einem Mitarbeiter-Memo im April kündigte D’Amaro Anpassungen an:
„In den vergangenen Monaten haben wir nach Wegen gesucht, wie wir unsere Betriebsabläufe in verschiedenen Teilen des Unternehmens verfeinern können, um die weltklasse Kreativität und Innovation zu gewährleisten, die unsere Fans von Disney erwarten. Das schnelle Tempo unserer Branche erfordert eine ständige Überprüfung.“
Im Gegensatz zur Sparwelle im Frühjahr gab es für die von den aktuellen Kündigungen betroffenen Angestellten keine konzernweite Mitteilung mehr. Die Betroffenen in den Studios und TV-Einheiten wurden direkt informiert.
FAQ: Häufige Fragen zum Stellenabbau bei Disney
Wie viele Mitarbeiter sind vom aktuellen Stellenabbau bei Disney betroffen?
Insgesamt streicht der Konzern mehrere Hundert Stellen. Allein in der Disney Entertainment Group fallen knapp 100 Arbeitsplätze weg.
Warum sind bei ESPN Stellen gestrichen worden?
Die Entlassungen bei ESPN stehen in direktem Zusammenhang mit Umstrukturierungen im Rahmen eines neuen Deals mit der NFL (unter anderem im Umfeld des NFL Networks).
Wer leitet Disney aktuell?
Josh D’Amaro hat im Laufe des Jahres die Nachfolge von Bob Iger als CEO von Walt Disney angetreten.
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Bildquelle:
Disney Store Shanghai: Bankerok/stock.adobe.com
Manuel Weis arbeitet seit über zwei Jahrzehnten als Medienjournalist und war in dem Zeitraum für unterschiedliche führende Publikationen tätig. Er verfolgt die Entwicklungen der Medienbranche intensiv und liefert Analysen, Einblicke und Neuigkeiten.