
Großeinsatz im Alsergrund: In der Wiener Säulengasse wurden am Mittwoch Kanister mit gefährlichen Stoffen entdeckt. Die Feuerwehr rückte mit Schutzanzügen an und entsorgte rund 30 Gebinde aus einer ehemaligen Glaswerkstätte.
In der Wiener Säulengasse hat am Mittwochabend ein Fund von Kanistern mit mutmaßlich gefährlichen Stoffen für einen Großeinsatz gesorgt. Mehrere Anrainer alarmierten die Berufsfeuerwehr Wien, nachdem sie die unbekannten Gebinde entdeckt hatten.
Feuerwehr rückt mit Schutzanzügen an
Gegen 18 Uhr rückten Einsatzkräfte in den 9. Bezirk aus. Auch die Gruppe Sofortmaßnahmen war beteiligt. Die Feuerwehrleute gingen laut Bericht mit speziellen Schutzanzügen vor, im Nahbereich wurden vorsorglich Zelte errichtet.
Rund 30 Gebinde aus alter Glaswerkstätte
Bei den rund 30 Behältern handelte es sich laut Feuerwehr um Altbestände einer Glaswerkstätte, die bereits seit Jahren geschlossen ist. Die Gebinde wurden fachgerecht entsorgt und an Container der MA 48 übergeben.
Laut Medienberichten soll es sich unter anderem um das hochtoxische und krebserregende Chrom VI gehandelt haben. Offiziell bestätigt wurde gegenüber „Heute“ vor allem die fachgerechte Entsorgung durch die Berufsfeuerwehr.
Keine Gefahr für Anrainer mehr
Der Einsatz konnte am Abend beendet werden. Für die Umgebung bestand nach dem Abtransport der Kanister keine unmittelbare Gefahr mehr.
Der Vorfall zeigt, wie schnell alte Chemikalienbestände zu einem Risiko werden können, wenn sie unsachgemäß gelagert oder vergessen werden.