CAR-T-Zellen sind für viele Krebspatienten die letzte Hoffnung, die Krebszellen auf Dauer loszuwerden. Dabei werden körpereigene Abwehrzellen entnommen, gentechnisch so verändert, dass sie Krebszellen gezielt aufspüren und vernichten, und dem Patienten wieder zurückgegeben.
Doch wie stellt man die lebensrettenden Zellen her?
Die Serie „Live aus der Krebsforschung“
ist ein Gemeinschaftsprojekt des Ressorts Gesundheit & Wissenschaft des Tagesspiegels und der Medizinischen Klinik für Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie der Charité Universitätsmedizin Berlin und wurde als „science x media Tandem“ von der Stiftung Charité finanziell gefördert.
Hier geht es zum Überblick und allen Beiträgen der Serie.
Im Labor können Forschende zwar mit menschlichen Immunzellen hantieren und sie mithilfe gentechnischer Verfahren zu CAR-T-Zellen machen oder in andere Zelltherapien verwandeln. Doch um sie sicher und den vielen Vorschriften der Medikamentenproduktion gemäß in großem Stil für Hunderte von Patienten produzieren zu können, braucht es Spezialeinrichtungen – ein „ATMP-Labor“ (kurz für „Advanced Therapy Medicinal Products“: Arzneimittel für neuartige Therapien).
Wie ein solches Labor aussehen muss, wie Spezialisten darin arbeiten und worauf alles geachtet werden muss, zeigen Annemarie Seyfart, die Leiterin des ATMP-Labors der Charité, und ihre Mitarbeiterin Annette Knabe in diesen Filmen.
Die Vorbereitung Einkleiden und Einschleusen ins Labor Der Reinraum im ATMP-Labor
Inzwischen gibt es an der Charité ein Gebäude mit zehn derartiger Speziallabore für die Herstellung verschiedener Zelltherapien, das Berlin Center for Advanced Therapies (BeCAT). Damit werde die „akademische pharmazeutische Herstellung hier an der Charité ordentlich nach vorne gebracht“, sagt Annette Künkele-Langer im Gespräch mit dem Tagesspiegel.
Die Idee sei, die hier hergestellten Therapien in klinischen Studien der Phase I/II einzusetzen. „Und wir hoffen natürlich, viele Produkte für viele Patienten mit ganz unterschiedlichen Erkrankungen herstellen zu können.“