Fernsehmoderator Hubertus Meyer-Burckhardt schaut in die Kamera

Stand: 23.07.2026 15:57 Uhr

NDR Programmdirektor Frank Beckmann bezeichnet ihn als „Grandseigneur der NDR Unterhaltung“. Am Freitag feiert der gebürtige Kasselaner, der unter anderem die NDR Talkshow moderiert, seinen 70. Geburtstag.

Meyer-Burckhardt blickt auf eine vielseitige Karriere zurück: Er war Regieassistent am Hamburger Thalia Theater, Kreativdirektor einer internationalen Werbeagentur, Vorstand bei Axel Springer und ProSiebenSat.1 und erfolgreicher Filmproduzent. Für die ARD-Sendung „Sowieso – Die Sonntagsshow“, die er entwickelt und moderiert hatte, bekam er 1994 den Grimme-Preis.

Meyer-Burckhardt war Jury-Mitglied beim Deutschen Fernsehpreis und Professor an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. Zehn Jahre lang hostete er seinen eigenen Podcast „Meyer-Burckhardts Frauengeschichten“. Inzwischen ist er Bestsellerautor, neben seiner Gastgeber-Rolle bei der NDR Talkshow auch Mitglied im Rateteam bei „Kaum zu glauben“. Zudem präsentiert er verschiedene TV-Dokumentationen, vielfach für das NDR Format „Unsere Geschichte“.

Wichtigste Charaktereigenschaften: „Mut und Humor“

Meyer-Burckhardt gibt sich als neugieriger, kreativer und lebensbejahender Mensch, der gerne Neues ausprobiert, ohne Angst vor dem Scheitern: Gewisse Charaktereigenschaften hätten sich dabei im Laufe der Erfahrungen im Unterhaltungsgewerbe herausgeschält:

Ich habe zwei, ohne die ich mein ganzes Leben gar nicht hätte bewältigen können – und die stehen in jedem meiner Sakkos drin. Die eine Charaktereigenschaft ist Mut und die andere ist Humor. Und beides sind ja Charaktereigenschaften, die man sich immer wieder neu erarbeiten muss.

Hubertus Meyer-Burckhardt

Hubertus Meyer-Burckhardt steht auf Mallorca vor einem Fensterladen.

Hubertus Meyer-Burckhardt auf Mallorca.

Anlässlich des 70. Geburtstages widmet der NDR dem Jubilar die Dokumentation „Hubertus Meyer-Burckhardt – Ein Porträt: Glücklichsein ist eine Entscheidung“. Der 60-minütige Film läuft in der Nacht von Freitag, 24. Juli, auf Samstag, 25. Juli, um 00:00 Uhr im NDR Fernsehen und ist zudem in der ARD-Mediathek verfügbar.

„Diese Doku zeigt einen Mann, der viele Leben in einem gelebt hat und dabei immer offen, interessiert und optimistisch geblieben ist. Genau das macht ihn zu einem der beliebtesten Moderatoren unseres Programms“, sagt NDR Programmdirektor Frank Beckmann: „Höflich, zugewandt und weltoffen“ nehme Meyer-Burckhardt die Menschen „wirklich ernst“. Seine Neugier sei „echt, sein Humor entwaffnend“.

Blick hinter die Kulissen der NDR Talkshow

Filmautorin Susanne Gliffe begleitete Meyer-Burckhardt unter anderem auf Mallorca, wo er zusammen mit seiner Ehefrau, der Journalistin und Buchautorin Dorothee Röhrig, die mediterrane Lebensart genießt. Außerdem gibt es einen Blick hinter die Kulissen der „NDR Talk Show“ und „Kaum zu glauben“, es geht mit ihm auf Lesereise in Norddeutschland und als Liebhaber schöner Stoffe und Parfums in das Tuchmachermuseum Bramsche.

Lebensmotto: „Glücklichsein ist eine Entscheidung“

Das Porträt erzählt auch von Gegensätzen: Meyer-Burckhardt ist am liebsten unterwegs, braucht aber auch das Alleinsein und die Einsamkeit, pflegt wenige enge Freundschaften und geht zum Abschalten einfach mal in den Wald. Das Credo seiner Mutter „Glücklichsein ist eine Entscheidung“ ist sein Lebensmotto bis heute. „Ich habe einfach den Willen, meine Lebenszeit so zu bauen und zu gestalten, dass ich möglichst lächelnd durchgehe, und zwar gerade, wenn es dir vom Schicksal reinregnet“, so Meyer-Burckhardt.

In der Dokumentation kommen enge Wegbegleiterinnen und -begleiter zu Wort: neben seiner Ehefrau sind das unter anderem der Journalist und ZEIT-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo, Freundin und Moderationskollegin Barbara Schöneberger, die Schauspielerin Iris Berben sowie die Journalistinnen Alev Doğan und Christine Westermann, der Schulfreund und Schauspieler Stefan Hunstein sowie die Managerin Ulrike Handel.

Hubertus Meyer-Burckhardt mit einem historischen Reiseführer auf der Seebrücke in Niendorf.

Hubertus Meyer-Burckhardt findet dieses Mal vor allem auf alten Fotos, Postkarten und Filmen spannende Geschichten im Norden.

Ina Müller sitzt mit Barbara Schöneberger und Campino bei Inas Nacht am Tresen.

Ina Müller klönt und singt wieder im Hamburger „Schellfischposten“. Die erste Folge ist in der ARD Mediathek ab sofort verfügbar.