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Eine neue Dokumentation will die bislang unerzählte Geschichte des Sunset-Marquis-Hotels ans Licht bringen – mit Zeitzeugen aus einer schillernden Riege von Rock-Legenden, die das West-Hollywood-Refugium in den vergangenen sechs Jahrzehnten bevölkert haben: Bruce Springsteen, Ringo Starr, Slash, Cyndi Lauper, Morrissey, Sheryl Crow, Darius Rucker, Nancy Wilson, Dave Grohl und viele andere.
Regie führen Tyler Measom und Craig A. Williams. Die Doku „If These Walls Could Rock“ taucht ein in die Geschichte des All-Suite-Hotels, das George Rosenthal gründete und das sich in den 60er-Jahren zum Tummelplatz der Rockwelt entwickelte. In der Kurzbeschreibung zum Film, der am 14. August erscheint, wird das Sunset Marquis als „Rückzugsort, an dem Rockstars eincheckten, umkippten und Geschichte schrieben“ angepriesen. Der Trailer – moderiert vom inoffiziellen Bürgermeister des Marquis, Billy Bob Thornton – deutet wilde Nächte an, spontane Pool-Konzerte und einen heimlichen Ausflug über eine Nebentreppe.
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In einem Statement gegenüber ROLLING STONE nannte Cyndi Lauper das Sunset Marquis „mein zweites Zuhause“. „Klar, es ist das ‚Rock’n’Roll-Hotel!‘ – aber vor allem ist es ein Ort der Ruhe und Schönheit“, so die Sängerin. „Nach dem Wahnsinn eines Gigs oder einer Preisverleihung oder wenn man den ganzen Tag und die halbe Nacht im Studio war, weiß man, dass man dort einen Platz hat, wo man abschalten und neue Kräfte sammeln kann.“ Was sie immer wieder zurückbringe, seien „die Menschen, die dort arbeiten“: „Die verstehen uns!“
Nancy Wilson, Slash und ihre Marquis-Erinnerungen
Auch Nancy Wilson und Slash blicken im Film auf ihre Zeit im Marquis zurück. „Im Marquis erinnere ich mich immer daran, wie viele Handtücher wir mit wilden Haarfarben ruiniert haben – und die haben sich kein einziges Mal beschwert. Es waren viele Handtücher“, erzählt Wilson.
Slash sagt: „Nach all den Jahren halte ich dort immer noch meine Meetings ab. Das Hotel hat den Ruf als Hochburg der Ausschweifungen längst hinter sich gelassen. Aber es ist schwer, auf die Toilette zu gehen, ohne Flashbacks davon zu bekommen, was ich früher in diesem Badezimmer so getrieben habe.“
Die Musikdoku soll außerdem die Geschichte von Rosenthal und seinem Sohn Mark erzählen, der das Hotel vor dem Verfall rettete, als sich die Musiklandschaft wandelte und das Marquis in die Jahre kam.
Vater, Sohn und das emotionale Herzstück
„Wir konnten die Geschichte des Sunset Marquis nicht erzählen, ohne die Geschichte von George und Mark zu erzählen“, sagten die Regisseure Measom und Williams. „George hat das Hotel gegründet, Mark hat es gerettet. Als wir George kennenlernten, wurde uns klar, dass er auf seine eigene Art ein Rockstar ist. Und dass diese vielschichtige, zutiefst menschliche Vater-Sohn-Beziehung das emotionale Rückgrat des Films werden würde.“