Figaro, Elektra, Don Giovanni, Turandot, Othello und Carmen: Das sind jene sechs Opernfiguren, die seit heute, Samstag, den Salzburger Residenzplatz bevölkern. Der renommierte Bildhauer Stephan Balkenhol, dessen als Goldene Kugel bekannte Skulptur „Sphaera“ am nahe gelegenen Kapitelplatz zu den beliebtesten Fotomotiven der Stadt gehört, hat die bis zu zwei Meter großen und farbenfrohen Bronzeskulpturen aus der Opernwelt geschaffen. Sie sind bis Anfang September zu sehen.

Parallel dazu werden auch im DomQuartier Arbeiten von Balkenhol ausgestellt. Es sind Holzskulpturen, die mit der Entwicklung des Projekts für den Residenzplatz entstanden sind. „Da die Festspielstadt Salzburg durch ihre Operninszenierungen und Konzerte Weltruhm erlangt hat, war es für mich naheliegend, das Thema Oper zum Ausgangspunkt meiner Arbeit zu machen“, sagte der Künstler über sein Projekt für den Residenzplatz: „Meine Plastiken holen die Oper aus dem hohen Haus auf den öffentlichen Platz und konfrontieren jedermann mit dieser Welt.“

Realisiert wurde die temporäre Installation unter dem Titel „Là ci darem la mano“ („Dort werden wir uns die Hände reichen“) auf Einladung von Stadt und Land Salzburg von der Stiftung Kunst und Kultur e.V. Bonn rund um ihren Leiter Walter Smerling. Die Skulpturen zeigten die bekanntesten Figuren der Musikgeschichte, sagte Smerling bei der Eröffnung. „Diese Figuren stehen für die großen Themen des Lebens, für Macht, Eifersucht, Liebe oder Tod“, erklärte Festspielpräsidentin Kristina Hammer bei der Enthüllung der Skulpturen. Sie seien eine Einladung an alle, über diese Themen miteinander ins Gespräch zu kommen.

Im Vorjahr hatte die Stiftung mit „Secret Garden“ monumentale Frauenköpfe des spanischen Künstlers Jaume Plensa auf dem Residenzplatz realisiert und sehr positive Resonanz auf die Präsentation zeitgenössischer bildender Kunst im öffentlichen Raum erhalten.