Die von der Europäischen Union (EU) verhängten Einfuhrzölle auf chinesische Elektrofahrzeuge dürften das Wachstum chinesischer Automobilhersteller in der Region bremsen. Chinesische Hersteller haben ihren Fokus jedoch auf Plug-in-Hybridfahrzeuge (PHEVs) verlagert, und diese Strategie erweist sich schnell als erfolgreich.
Derzeit machen Plug-in-Hybride chinesischer Herkunft mehr als ein Drittel des gesamten Absatzes dieser Fahrzeugart in Europa aus. Zwar bestehen weiterhin Zollschranken, doch chinesische Autohersteller haben einen Weg gefunden, diese zu umgehen, da die aktuellen Zölle hauptsächlich für reine Elektrofahrzeuge und nicht für Plug-in-Hybride gelten.

Der chinesische elektrische SUV Nio ES9 (Foto: Nio).
Laut europäischen Verkaufszahlen entfielen im Juni 34 % der Auslieferungen von Plug-in-Hybridfahrzeugen auf chinesische Hersteller, wobei BYD, Chery und Geely führend waren. Hinzu kommen Marken mit Beteiligungen an europäischen Unternehmen, wie beispielsweise Polestar und Leapmotor.
Laut dem Marktforschungsunternehmen Dataforce entfielen im Juni 11 % der gesamten Neuwagenverkäufe in Europa und 15 % des Marktanteils bei Elektrofahrzeugen auf chinesische Hersteller. Trotz dieser relativ hohen Anteile schwankte der Absatz rein elektrischer Fahrzeuge chinesischer Hersteller in den letzten 18 Monaten lediglich zwischen 10 und 15 % und lag damit unter der Wachstumsrate des Plug-in-Hybrid-Segments.
Betrachtet man das gesamte Segment der Hybridfahrzeuge, einschließlich selbstladender Hybridfahrzeuge (HEVs) und Plug-in-Hybridfahrzeuge (PHEVs), so halten die chinesischen Automobilhersteller derzeit einen Marktanteil von fast 25 %.
Die nächste Reaktion Europas wird höchstwahrscheinlich nicht in Maßnahmen zur Unterstützung der heimischen Automobilindustrie bestehen, sondern vielmehr in einer weiteren Verschärfung der Autoimporte aus China.
Laut Handelsblatt steht die Europäische Kommission kurz davor, Zölle auf aus China importierte Plug-in-Hybridfahrzeuge einzuführen. Sobald eine Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten dem Vorschlag zustimmt, könnten die neuen Zölle in Kraft treten.
Diese Quelle deutet darauf hin, dass die Steuer auf Plug-in-Hybridfahrzeuge ähnlich wie die ab 2024 geltende Steuer auf reine Elektrofahrzeuge gestaltet werden könnte. In diesem Fall würde der Steuersatz je nach Hersteller und dessen Kooperationsbereitschaft mit den europäischen Regulierungsbehörden variieren. Bisher lagen die Steuern auf chinesische Elektrofahrzeuge zwischen 7,8 % und 35,3 %.
Allerdings scheinen die chinesischen Autohersteller Notfallpläne vorbereitet zu haben, falls die EU weiterhin Zölle auf Plug-in-Hybridfahrzeuge erheben sollte.
Viele Hersteller haben sich dazu verpflichtet, Fahrzeuge in Europa zu produzieren. BYD betreibt derzeit ein Werk in Ungarn, während SAIC den Bau einer Produktionsstätte in Nordspanien plant.
Laut Auto News könnten Dongfeng, Chery, Geely und Leapmotor außerdem bestehende Werke in Europa nutzen, um Fahrzeuge innerhalb der Region herzustellen und so die Auswirkungen etwaiger neuer Einfuhrzölle zu vermeiden.
Quelle: https://dantri.com.vn/o-to-xe-may/hon-13-xe-hybrid-sac-dien-ban-tai-chau-au-den-tu-trung-quoc-20260725013628166.htm