Nachdem für den GAK 1902 auf den Tag genau vor einem Jahr der Anfang vom Ende im UNIQA-ÖFB-Cup durch die 0:1-Niederlage bei Regionalligist FC Dornbirn (0:1) eintrat, gaben sich die Grazer Athletiker heute zum Auftakt im Bewerb bei Regionallist SR Donaufeld keine Blöße und kehren mit einem, durch die schwere Verletzung von Tim Trummer 4:0-Pyrrhussieg, in die Steiermark zurück. Siehe auch SPIELBERICHT! Damit tankte das Feldhofer-Team Selbstvertrauen für den Bundesliga-Auftakt am nächsten Freitag beim amtierenden Doublegewinner LASK. Nachfolgend STATEMENTS aus dem GAK-Lager.

Trotz der vier Tore bemängelt GAK 1902-Cheftrainer Ferdinand Feldhofer, dass seine Mannschaft auch heute Chancenwucher betrieb.
„Haben äußerst seriös agiert, doch hatten acht bis zehn hochkarätige Torchancen“
GAK 1902-Cheftrainer Ferdinand Feldhofer über…
…den Sieg zum Saisonstart:
„Man könnte jetzt etwas scherzeln und sagen, dass wir uns alles aufgespart haben für die erste Runde im Cup. Denn in der Vorbereitung haben wir uns in den Testspielen schwer getan, um Tore zu erzielen. Wir hatten heute schon in den ersten 15 Minuten drei hochkarätige Sitzer. Okay, dann muss man halt weiterspielen.
Solang es dann immer noch 0:0 oder ein Tor Unterschied ist, ist es immer schwierig als Favorit gegen einen Underdog bei diesen Verhältnissen. Ich finde, dass wir äußerst seriös agiert haben und dem Gegner nahezu gar keine Torchance erlaubt haben und wirklich selbst acht bis zehn hochkarätige hatten.“
„Wir haben heute einen großen Preis bezahlt mit der Verletzung von Tim Trummer“
…wie viel Rückenwind der Zu-null-Sieg für den Ligastart nächsten Freitag beim LASK gibt:
„Gewinnen ist immer besser als verlieren. Keiner spricht es an, doch ich war heute selber etwas geschockt vor dem Spiel. Vor einem Jahr haben wir in Dornbirn auswärts verloren. Und genau ein Spieler von damals war heute noch in der Startformation. Also innerhalb von einem Jahr haben wir zehn neue Spieler in der Startelf. Wenn da einer sagt, es ist kein Umbruch, dann kenne ich mich nicht mehr aus.
Wir müssen hart arbeiten. Ich habe noch viel Potential gesehen. Wie man sieht ist der Kader noch nicht ganz fertig. Wir haben heute einen großen Preis bezahlt mit der Verletzung von Tim Trummer. Das schaut alles andere als gut aus.“*
*: Der Sommerneuzugang und 20-jährige ÖFB-U21-Teamspieler zog sich eine Verletzung beim Torschuss zum 1:0 zu, wurde sogleich noch am Spielfeld behandelt und konnte nicht weitermachen. Auf Nachfrage von Ligaportal meinte der GAK, dass alles weitere bis Anfang nächster Woche mit der medizinischen Abteilung gecheckt werde.

Das Pflichtspiel-Debüt im Dress des GAK 1902 wurde für Peter Michorl zum „Familientreffen“, begegnete der 31-jährige Wiener doch heute im ÖFB-Cup-Duell der ersten Runde seinem Onkel, dem 60-jährigen Trainer des SR Donaufeld, Josef Michorl (r.). Der sah wie sein Neffe den Schlusspunkt zum 4:0-Sieg der Grazer setzte.
Hofleitner: „Intensität war heute der Schlüssel“
GAK 1902-Torschütze Alexander Hofleitner über…
…seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0:
„Für mich natürlich sehr wichtig. Ein Tor für mich, vier Tore ingesamt geschossen, Sieg und zu null gespielt. Also genauso wie man es sich vorstellt. Es ist extrem wichtig für alle, weil die Vorbereitung nicht immer easy war. Aber wir haben gezeigt, was wir können. Heute hat alles zusammengepasst.“
…was gegenüber den Testspielen in der Vorbereitung heute besser geapasst hat:
„Ich glaube, dass die Intensität super war. Wir waren gleich voll da und haben gewusst, um was es geht. Die Intensität überhaupt, gegen und mit dem Ball. Dass wir alles zu 100 Prozent raushauen über die 90 Minuten. Das war heute der Schlüssel zum Erfolg.“
„In diesen 90 Minuten gibt es keine Rücksicht, keine Freundschaft, keine Verwandschaft“
GAK 1902-Torschütze Peter Michorl zum Familien-Duell:
„Natürlich war dieses Michorl-Familienduell etwas ganz Besonderes für mich. Im Endeffekt haben wir verdient gewonnen und ich habe natürlich alles gegeben, ganz egal wer bei Donaufeld auf der Trainerbank gesessen ist.
In diesen 90 Minuten gibt es keine Rücksicht, keine Freundschaft, keine Verwandschaft.“
Siehe auch:
Fotocredit: RiPu-Sportfotos und GAK 1902