Zwischen zwei Städten und einem vollen Terminkalender schaltet sich Moop Mama zum „Krone“-Interview. Sängerin Alice Martin (Künstlername Älice) hat in Hamburg gerade einen Termin abgeschüttelt – einmal durchatmen, dann ist sie voll da. Trompeter Marvin Frey klinkt sich entspannt aus seiner Wohnung in Köln ein. Mit der „Krone“ sprechen beide über das, was den Erfolg der zehnköpfigen Brassband seit Jahren ausmacht: Konzerte, die sich eher wie ein kollektiver Ausnahmezustand anfühlen als wie ein gewöhnlicher Gig. Schweißtreibende Brass-Ekstase, gesellschaftliche Haltung und Konzerte, bei denen der Funke selten lange braucht, um aufs Publikum überzuspringen. Nach ihrem Auftritt in Feldkirchen in Oberösterreich nimmt die Brassband im August das Linzer „Krone“-Fest ins Visier. Im Interview verraten Älice und Marvin, weshalb vor jeder Show schon einmal 93-mal im Kreis gesprungen wird – und warum Blechblasinstrumente für sie überall funktionieren, notfalls auch am Campingplatz.

„OÖ Krone“: Ihr seid bekannt für euren unverwechselbaren Sound und energiegeladene Live-Shows. Was macht für euch ein gutes Festivalpublikum aus?
Älice: Offenheit, gute Laune und der richtige Pegel. Und die Umstände müssen passen – ideal wäre Sonne, Wasser in der Nähe, gute Musik vorher und alle haben schön gegessen.
Marvin: Was ich toll finde, ist, wenn viele im Publikum die Texte kennen und mitmachen. Das ist immer ein Moment, wo man merkt „ah, ihr wisst, was euch erwartet“. Das schwappt dann immer über und hat eine positive Energie auf uns Musiker.