Nach dem Salzburger Duell zwischen Wals-Grünau und Austria Salzburg (1:5) am Nachmittag, folgte in der 1. Runde im UNIQA-ÖFB-Cup am Samstagabend das Innsbrucker Derby. 2. Liga-Aufsteiger FC Wacker Innsbruck empfing im Tivoli Stadion den West-Regionalligisten SVG Reichenau. Dabei kam es zu einem genehmigten Platztausch durch das ÖFB-Komitee für Cup-Bewerbe gem. § 5 Abs. 2 der ÖFB-Cup-Durchführungsbestimmungen. In seiner vertrauten Heimstätte stellte Favorit FCW vor 2925 Besuchern durch zwei Treffer vor der Halbzeitpause die Weichen zum souveränen 3:0-Sieg und den Aufstieg in Runde zwei.

Im Aufstiegsjahr zwei klare Zu-null-Siege für Wacker
Die Auslosung der 1. ÖFB-Cup-Runde 2026/27 bescherte dem zehnfachen österreichischen Meister und siebenmaligen ÖFB-Cupsieger also ausgerechnet als ersten Pflichtspielgegner in der neuen Profi-Ära die SVG Reichenau, gegen die man in den vergangenen Unterhausjahren regelmäßig im TFV Cup und in der Regionalliga West gespielt hat. Beide Kontrahenten sind inzwischen alte Bekannte und kennen einander, zumal das Kontingent an Ex-Wacker-Akteuren, die jetzt in der Reichenau spielen, auch in dieser Transferperiode weiter konstant hoch blieb.
Neuzugang Mateo Hilber macht das zehnköpfige Ensemble (Abali, Caria, Hubmann, Hupfauf, Muslimovic, Ponholzer, Pribanovic, Singer, Stoppacher), das einst Schwarz-Grün getragen hat, komplett. Daneben durfte Trainer Gernot Glänzer sieben weitere Neuzugänge begrüßen, von denen Ex-Imst-Leistungsträger Eller der Prominenteste ist. Im Kader der Rot-Schwarzen stehen viele Ex-Profis, die sich auf der großen Bühne des Tivoli Stadions noch einmal beweisen wollen.
Im Lager des FC Wacker Innsbruck war man gewarnt, hatte man doch in den letzten Jahren besonders im Cup das Nachsehen gegen den Stadtrivalen. So zog man 2024 im Viertelfinale (2:4) und 2025 im Finale (4:5) des TFV-Cup im Elfmeterschießen den Kürzeren. Dafür setzte man sich in der vergangenen Saison in beiden Spielen der Regionalliga West klar durch. Durch Tore von Okan Yilmaz (2x) und Luis Gstrein gewann man im August letzten Jahres mit 3:0 in Reichenau.
Bis auf Berger konnte Trainer Siller aus dem Vollen schöpfen
In der zweiten Begegnung heuer im März erzielten Bright Owusu (2x), Florian Kopp und Phil Kunze die Tore beim 4:0 Heimsieg. Alle fünf Torschützen haben den Sprung in den Profibereich mitgemacht und standen Trainer Sebastian Siller heute zur Verfügung.
Überhaupt konnte der 37-jährige Coach personell aus dem Vollen schöpfen. Bis auf den Langzeitverletzten Tobias Berger, der vor einem Jahr geholt wurde, mit wiederholtem Kreuzbandriss aber die komplette Saison ausfiel und immer noch auf sein erstes Pflichtspiel mit den Schwarz-Grünen wartet. Die Chance auf ein baldiges Comeback beim 24-jährigen Pongauer ist groß, nachdem der Linksverteidiger die gesamte Vorbereitung problemlos absolviert hat.

Mit seinem platzierten Elfmetertor brachte der 21-jährige Italiener Adrian Lechl in der 19. Spielminute Wacker Innsbruck im Stadtderby gegen SVG Reichenau auf die Siegerstraße.
Wacker setzte früh Akzente
Zum Spielverlauf: Wacker Innsbruck dominierte von Beginn an das Geschehen und machte früh Druck auf die Gäste. Nach einer ruhigen Anfangsphase, in der die Gastgeber das Spiel kontrollierten, brachte ein Foulelfmeter in der 19. Minute die Führung. Adrian Lechl verwandelte den Strafstoß sicher. Der Zweitligist blieb weiter am Drücker und erhöhte in der 43. Minute durch Anderson Agustín Rodríguez Arteaga. Der 19-jährige Stürmer aus Uruguay war nach einem Cornerball zur Stelle zum 2:0-Halbzeitstand.
Reichenau hatte Schwierigkeiten, sich gegen die gut organisierte Defensive der Siller-Elf durchzusetzen. Obwohl der Regionalligist einige Standardsituationen und Angriffe herausspielen konnte, fehlte es an der nötigen Präzision und Durchschlagskraft, um den Anschlusstreffer zu schaffen Wacker Innsbruck hielt die Reichenauer weitestgehend in Schach und ging mit einem verdienten Vorsprung von zwei Treffern in die Halbzeitpause.
Joker Matthew Evens stach beim Debüt
Nach der Pause setzte sich das Bild der ersten Hälfte fort. Wacker blieb spielbestimmend und ließ den Gästen wenig Raum zur Entfaltung. Kapitän Joppich und Co. drückten weiterhin, konnten jedoch zunächst keinen weiteren Treffer erzielen. Reichenau versuchte es mit mehreren Standards und Angriffen, blieb aber meist in der gut stehenden Defensive der Gastgeber hängen.
In der Schlussphase gelang es den Hausherren schließlich, den Sack endgültig zuzumachen. Der eingewechselte 20-jährige Sommer-Neuzugang Matthew Evens (acht Länderspieleinsätze für Guatemala) erzielte in der 90. Minute bei seinem Debüt für Wacker das 3:0 und setzte damit den Schlusspunkt unter eine souveräne Vorstellung.
UNIQA-ÖFB-Cup Runde 1, Saison 2026/27
Samstag, 25. Juli 2026, 18 Uhr, Tivoli Stadion Innsbruck, Z: 2.925; SR: Manuel Baumann
FC Wacker Innsbruck vs. SVG Reichenau 3:0 (2:0)
FC Wacker Innsbruck: Kirchmayr; Kunze, Joppich (K), Kopp, Rackl, Galle (67. Evans), Sy, Weinzierl (85. Owusu), Lechl (67. Yilmaz), Littig (74. Francis), Anderson Rodríguez (67. Tekir). Trainer: Sebastian Siller.
SVG Reichenau: Ayazoglu; Zangerl, Abali (72. Pribanovic), Köken (61. Stoppacher), Bozkurt (61. Hubmann), Eller, Jovljevic, Caria (61. Wöber), Forisch, Singer (61. Hilber), Hupfauf (K). Trainer: Gernot Glänzer.
Torfolge: 1:0 Lechl (19., Foulelfmeter), 2:0 Anderson Rodríguez (43.), 3:0 Evans (90.).
Siehe auch:
FC Wacker Innsbruck holt talentierten Abwehrhünen von AKA Tirol
1. Runde UNIQA-ÖFB-Cup: Freitagsspiele KOMPAKT / 2. Ligisten mit Mühe, einer raus!
2. Liga: Sommerfahrplan samt Testspielen 2026
Fotocredit: Alexander Pauli