GZSZFoto: RTL

Die Soap holte die höchste Jahresquote bei den Jüngeren. Wie schlug sich danach „Undercover Boss“?

Der vergangene Montagabend stand im Hause RTL ganz im Zeichen der Rekorde. Ab 19:35 Uhr lief die Daily-Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ zur absoluten Höchstform auf.

Insgesamt schalteten 1,39 Millionen Zuschauer ein, was beim Gesamtpublikum zu einem ordentlichen Marktanteil von 8,4 Prozent führte. Für den eigentlichen Knaller sorgten die 14- bis 49-Jährigen: Mit 421.000 jungen Zuschauern erzielte „GZSZ“ einen überragenden Marktanteil von 18,8% – das ist die höchste Quote des laufenden Jahres für das Kult-Format.

Primetime-Check: „Undercover Boss“ nutzt den starken Vorlauf

Vom gigantischen „GZSZ“-Vorlauf profitierte auch die Primetime im Kölner Programm. Die erste Folge von „Undercover Boss“ ab 20:15 Uhr hielt die Gesamtzuschauerzahl stabil auf 1,42 Millionen (Marktanteil ab 3 Jahren: 7,7%). Bei den 14- bis 49-Jährigen reichten 370.000 Zuschauer für einen guten, zweistelligen Marktanteil von 12,9 Prozent.

Die spätere Folge ab 22:31 Uhr schwächelte dann spürbar ab und sank auf 952.000 Zuschauer insgesamt (Marktanteil: 7,5%) sowie 8,9 Prozent in der klassischen Zielgruppe.

Sorgenfalten bei der Konkurrenz: ProSieben und Sat.1 schwach

Während RTL jubelte, herrschte bei den anderen großen Privatsendern eher Katerstimmung. Vor allem ProSieben hatte mit seinem Sitcom-Block am Montagabend zu kämpfen. Das „The Big Bang Theory“-Spin-off „Georgie & Mandy“ wurde in Dauerrotation gesendet, fand aber kaum ein Publikum:

Der Auftakt (20:15 Uhr): Nur 300.000 Zuschauer schalteten ein (Gesamt-Marktanteil von schwachen 1,6%). In der Zielgruppe blieb man mit 5,5 Prozent blass.

Der Verlauf: Die Marktanteile in der Zielgruppe pendelten sich im Laufe des Abends zwischen mageren 4,7 und maximal 6,3 Prozent ein. Auch das anschließende „Young Sheldon“ (ab 22:50 Uhr) riss mit Werten zwischen 4,8 und 5,8 Prozent keine Bäume mehr aus.

Nicht viel besser lief es für Sat.1. Die fünfte Folge von „Der Sat.1-Fertiggerichte-Check!“ erreichte um 20:14 Uhr lediglich 670.000 Zuschauer ab drei Jahren. Das entsprach einem Marktanteil von enttäuschenden 3,7 Prozent beim Gesamtpublikum und ebenfalls mageren 7,3 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.

Zwei Key-Facts für die Medienbranche

Daily-Soap-Phänomen im Sommer: Trotz sommerlicher Temperaturen und genereller Sehgewohnheits-Verschiebungen zeigt der neue „GZSZ“-Jahresbestwert (18,8%), dass etablierte lineare Vorabendmarken nach wie vor eine immense Strahlkraft beim jungen Publikum besitzen.

Sitcom-Strukturschwäche bei ProSieben: Die dauerhafte lineare Programmierung von US-Sitcoms in der Primetime verliert weiter an Boden. „Georgie & Mandy“ blieb in der Zielgruppe deutlich unter dem Senderschnitt und untermauert den anhaltenden Reichweitenverlust dieses Genres im Free-TV.

Quelle: AGF Videoforschung; AGF SCOPE 1.15; 13.07.2026; Marktstandard: Bewegtbild; Auswertungstyp TV; produktbezogen

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