Monatlich verliert die deutsche Industrie laut dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) rund 15.000 Arbeitsplätze. Die Lage der Industrie
sei kritisch, sagte die Hauptgeschäftsführerin des BDI, Tanja Gönner, der Nachrichtenagentur
dpa. Die schleichende Deindustrialisierung in Deutschland könne jedoch gestoppt
werden. Innovation stehe bei vielen Unternehmen längst ganz oben auf der Agenda.

Die Industrie habe sich immer gewandelt und stehe
nun mit KI vor einer neuen industriellen Revolution. »Gerade in der industriellen Produktion haben wir alle
Chancen«, sagte Gönner. Dort entstünden Daten, Prozesse und Anwendungskompetenz,
die große Tech-Konzerne nicht hätten und genau deshalb Zugang dazu haben wollten.

Entscheidend seien
Rahmenbedingungen, die Investitionen in die
Transformation ermöglichen. Deutschland habe an Wettbewerbsfähigkeit
verloren, sagte die frühere CDU-Politikerin. Zudem hätten die Zollpolitik
der USA sowie Chinas Marktverzerrungen den Wettbewerb verschärft. Diese
Kombination setze den Standort besonders unter Druck. Bei jeder politischen Entscheidung in Deutschland und Europa müsse man
deshalb fragen: »Zahlt sie auf Wettbewerbsfähigkeit ein? Hilft sie
Unternehmen, wieder wettbewerbsfähiger zu werden?«

Der BDI versteht sich als Vertretung von rund
100.000 großen, mittleren und kleineren Unternehmen, die zusammen mehr als acht
Millionen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen beschäftigen.

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