Ohne Trainingslager musste innerhalb weniger Wochen ein neues Team um die vier aufgebaut werden. Zeit für Begegnungen sei besonders wichtig gewesen. Nicht nur die Frage, welche Rolle ein Spieler als Sportler einnehmen soll, sondern auch der soziale Aspekt war zu klären. Ein Team zu formen sei aber ein spannender Prozess.

„Ein Team kannst du innerhalb von ein, zwei Wochen verlieren, du kannst aber auch riesige Erfolge feiern. Deswegen muss man unheimlich vorsichtig sein und alles genau einschätzen können und am Ende immer wieder die richtigen Knöpfe drücken, damit das Team weiterwächst“, sagt Köllner.

Zufriedenstellende Vorbereitung

Es brauche nicht nur Harmonie, sondern auch „die nötigen Reibepunkte, um maximal viele Siege am Ende produzieren zu können. Dann brauchst du auch eine gute Konfliktstruktur und – management in einer Truppe. Da sind wir momentan dabei.“

Dennoch sei es bereits gut geglückt, eine Mannschaft zu formen: „Das, was wir uns vorgenommen haben, ist eins zu eins eingetreten“, erklärt der 56-Jährige.

Mit der Vorbereitung ist er bisher zufrieden. Nach sechs Testspielen ist Blau-Weiß Linz noch ungeschlagen. Drei Unentschieden und drei Siege stehen zu Buche.

Diese seien eine gute Überprüfung, aber dennoch immer schwer lesbar, da sich manche Gegner erst am Beginn der Vorbereitung befinden würden und andere bereits fast am Ende. „Es gibt so viele Fragezeichen. Am Ende geht es für mich darum, Dinge zu sehen, die unseren Fußball betreffen. Damit waren wir recht zufrieden. Wir spielen stabil und wir sind in den verschiedenen Spielphasen recht geordnet“, meint Köllner, erkennt aber auch noch in manchen Dingen Verbesserungspotenzial.

Grimbs und Ronivaldo überzeugen

Neuzugang Nico Grimbs ist bei den Testspielen mit fünf Toren besonders herausgestochen. Der deutsch-österreichische Doppelstaatsbürger war bereits für den FAC im Einsatz, kam nun aber direkt von Schweinfurt 05. „Ein sehr schlauer und intelligenter Spieler, der die Dinge verstehen will und dann unheimliches taktisches Verständnis hat“, analysiert der Trainer.

Direkt hinter ihm reiht sich Ronivaldo mit vier Toren ein. Köllner kommt, wenn es um den 37-Jährigen geht, ins Schwärmen.

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