TEST
Nothing Phone 4a im Kurztest
Schickes Mittelklasse-Smartphone mit guter Kamera
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Smartphones von Nothing heben sich optisch vom aktuellen Allerlei ab. So auch das neue Nothing Phone (4a), mit seiner Glyph-Lichtsignatur und der halbtransparenten Rückseite. Im Kurztest klären wir, was das neue Mittelklasse-Modell so alles kann.
Anmerkung: Dieser Bericht stammt im Original von unserer niederländischen Partnerseite TechnologyInsider.nl und wurde übersetzt und angepasst.
Beim jüngsten Modell setzt Nothing auf 63 LEDs für die Glyph-Signatur. Sollte ein Anruf, eine Textnachricht oder eine Benachrichtigung aus einem sozialen Netzwerk eintreffen, weisen die LEDs mit unterschiedlichen Lichtsignaturen darauf hin – auch dann, wenn das Smartphone stummgeschaltet ist. Damit ist Nothing mit dem Phone (4a) wieder einmal ein echter Hingucker gelungen. Insgesamt ist die Optik aber ein wenig dezenter als bei den teureren Nothing-Geräten.
Nothing setzt auf einen Qualcomm Snapdragon 7s Gen 4 als SoC, der auf ARMv9 basiert und im August 2025 vorgestellt wurde. Die CPU nutzt insgesamt 8 Kerne. Diese teilen sich auf einen Prime-Kern (Cortex A720) mit bis zu 2,7 GHz, drei Performance-Cores(Cortex A720) mit 2,4 GHz und vier Effizienz-Kerne (Cortex A520) mit 1,8 GHz auf. Als GPU wird eine Adreno genutzt.
Nothing bietet das Phone (4a) in drei Speicherkonfigurationen an. Es gibt für 349 Euro die Einsteiger-Version mit 8 GB an RAM und 128 GB Flashspeicher. Wer bereit ist, 389 Euro auszugeben, der bekommt 12 GB RAM, bleibt aber bei 128 GB. Für 429 Euro gibt es dann die Kombination aus 12 GB RAM und 256 GB Speicher.
Das Nothing Phone (4a) besitzt ein 6,78 Zoll großes Display mit Amoled-Technik. Die Auflösung liegt bei 1.224 x 2.720 Bildpunkten, was zu einer gestochen scharfen Darstellung mit 440 ppi führt. Die Peak-Helligkeit wird vom Hersteller mit 4.500 nits angegeben.
Für die Verbindung mit der Außenwelt stehen Wi-Fi 6, Bluetooth 5.4 und 5G zur Verfügung. Der Akku besitzt eine Kapazität von 5.080 mAh, was in dieser Geräteklasse als unauffällig eingestuft werden kann. Per Kabel kann das Smartphone mit 50 W geladen werden.
Das Nothing Phone (4a) bietet ausschließlich Support für physische SIM-Karten umgehen kann. Wer also auf eine eSIM zurückgreifen möchte, schaut in die Röhre. Gerade im Ausland kann das unpraktisch sein, denn hier ist der unbürokratische Griff zur eSIM oft günstiger als Roaming-Gebühren.
Die monochrome Oberfläche sieht etwas anders aus als bei früheren Geräten. Nothing OS bietet grundsätzlich einen hohen Komfort. So werden etwa Echtzeit-Updates von Google Maps und Uber angezeigt. Auch KI-Ansätze dürfen 2026 natürlich nicht fehlen, etwa bei den Suchfunktionen.
Gerade mit Blick auf das in den letzten Tagen getestete Google Pixel 10a ist die Update-Politik beim Nothing Phone (4a) ein wenig enttäuschend: Nothing verspricht drei Betriebssystem-Upgrades und sechs Jahre lang Sicherheitsupdates.
ProduktNothing Phone (4a)
Angestrebter Preis349 Euro (8GB / 256GB)
429 Euro (12GB / 256GB)
ProzessorQualcomm Snapdragon 7s Gen 4Bildschirmgröße6,78 Zoll
120 Hz
AMO-LEDBildpunkte 2.720 x 1.224Speicher256 GB (nicht erweiterbar)Arbeitsspeicher8 GB, 12 GBKommunikation
Mobil5GDrahtloses NetzwerkWi-Fi 6Bluetooth5.4Kopfhöreranschluss- AkkuKapazität5.080 mAhAufladenkabelgebunden, 50 WUmgekehrte Aufladung-KamerasSelfie-Kamera32 MP f2.2 / 1/3.42 / 89 Grad FoVRückwärtige Kamera 150 MP Weitwinkel f1,88/ 1/1,57 Zoll, PDAF, OIS
Rückwärtige Kamera 250 MP f2.88 1.2.75, 3.5x optischer ZoomRückwärtige Kamera 38 MP f2.2Abmessungen und GewichtGewicht205 gLänge164 mmBreite78 mmDicke8,6 mm Kameras und Testbilder
Die Kameratechnik des Phone (4a) ist gerade mit Blick auf den Preis durchaus überzeugend. Auf der Rückseite gibt es drei Sensoren: zwei mit 50 MP und einen mit 8 MP. Die beiden 50-MP-Sensoren stammen von Samsung und arbeiten mit Autofokus und optischer Bildstabilisierung. Einer davon über einen Periskopaufbau mit einem 3,5-fachen optischen Zoom und bis zu 70-fachem digitalem Zoom. Der dritte Sensor stammt von Sony und kümmert sich mit 8 MP und einem Blickwinkel von 120 ° um Weitwinkelaufnahmen.
Die Frontkamera stammt hingegen wieder von Samsung und arbeitet mit 32 MP bei einem Blickwinkel von 89 °
Die Fotos des 4a sind messerscharf, allerdings sind sie sehr gesättigt. Das Blau des Himmels ist wirklich viel zu blau.
Benchmarks
Geekbench 6 Multi
Geekbench 6 CPU Multi Core
Punkte
Mehr ist besser
Besonders performant ist das Nothing Phone 4a an dieser Stelle nicht. In den Benchmarks fällt es hinter einige Geräte mit älteren SOCs zurück.
3DMark Wild Life Extreme Stresstest
3DMark Wild Life Extreme Stress Test
%
Mehr ist besser
An dieser Stelle zeigt sich, dass das Phone (4a) auch mit einer massiven Belastung gut zurechtkommt. Das von Nothing umgesetzte Kühlkonzept geht an dieser Stelle auf.
Akkulaufzeit
PCMark for Android Work 3.0 Battery test
Minuten
Mehr ist besser
Im Akkutest liefert das Nothing Phone (4a) eine solide Vorstellung ab, die mit Blick auf den Akku so zu erwarten war. Damit sich das Gerät einen Platz im guten Mittelfeld.
Fazit
Das Nothing Phone (4a) kann in diesem Kurztest durchaus überzeugen. Große Pluspunkte sind die hervorragenden Kameras, mit einer sehr guten Bildschärfe auftrumpfen können, aber auch eine leichte Übersättigung bieten. Im Betriebssystem sind praktische Gadgets zu finden und das Glyph-Lichtsystem ist immer wieder ein Hingucker – auch wenn es bei diesem Modell deutlich dezenter umgesetzt wurde.
Schade, dass Nothing nur drei OS-Upgrades garantiert und das Telefon nicht mit eSIMs umgehen kann.
Nothing Phone (4a)
Pro Praktische Gadgets im OSScharfe FotosSchickes Design und gute Verarbeitung Kontra Die Farben der Fotos sind zu gesättigtNur drei OS-UpgradeseSIMs werden nicht unterstützt
Auf der nachfolgenden Seite sind alle Benchmarks zum Nothing Phone (4a) zu finden!