23.03 Uhr: Umfrage – Rückhalt für Iran-Krieg in den USA schwindet
Die Unterstützung der US-Bevölkerung für den Iran-Krieg ist einer Umfrage zufolge auf den niedrigsten Stand seit Beginn des Konflikts vor fünf Monaten gefallen. Noch ein Drittel der US-Bürger befürworte den Militäreinsatz, wie aus einer am Montag veröffentlichten Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters und des Instituts Ipsos hervorging. Zudem seien 69 Prozent der Befragten der Ansicht, dass Präsident Donald Trump die Ziele der Intervention nicht klar dargelegt habe. Die allgemeine Zustimmung für Trump stieg in der Umfrage vom Wochenende jedoch leicht um drei Punkte auf 37 Prozent.
22.50 Uhr: Bericht – US-Waffenbestände könnten Einfluss auf Iran-Krieg haben
US-Generalstabschef Dan Caine hat Präsident Donald Trump nach Angaben aus eingeweihten Kreisen darauf hingewiesen, dass die Munitionsbestände des Militärs Auswirkungen auf die Militäroperationen gegen den Iran haben könnten. Diese Einschätzung habe Caine dem Republikaner im Rahmen seiner Pflicht übermittelt, das Staatsoberhaupt in regelmäßigen Abständen militärisch zu beraten, erfuhr die Nachrichtenagentur AP.
Die AP hatte zuvor über ein Treffen Trumps mit Sicherheitsberatern berichtet, bei dem am Freitag die Lage im Konflikt mit dem Iran erörtert werden sollte. In den Nächten seither hat das US-Militär anders als in fast zwei Wochen davor keine neuen Angriffe auf Ziele im Iran geflogen.
21.10 Uhr: Trump spielt Berichte über russische Hilfe für den Iran herunter
US-Präsident Donald Trump hat Berichte über russische Unterstützung für den Iran im Krieg heruntergespielt. Falls Moskau Teheran tatsächlich Satellitenbilder amerikanischer Stützpunkte in der Golfregion zur Verfügung stelle, habe dies offenbar wenig bewirkt, sagte Trump am Montag an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der am Dienstag in Washington erwartet wird, hatte erklärt, Russland biete dem Iran entsprechende Aufnahmen an. Trump sagte, er werde Kremlchef Wladimir Putin darauf ansprechen.
17.33 Uhr: Trump – USA und Iran in „sehr tiefgreifenden Gesprächen“
Die USA befinden sich Donald Trump zufolge in „sehr tiefgreifenden Gesprächen“ mit dem Iran. Zugleich warnte der US-Präsident vor einem „harten militärischen Vorgehen“, sollte die Diplomatie scheitern. „Nicht viel Zeit. Entweder es geht schnell oder gar nicht“, sagte Trump dem Nachrichtenportal Axios auf die Frage, wie lange er den Verhandlungen eine Chance geben wolle. Die USA und der Iran haben ihre gegenseitigen Angriffe ausgesetzt, um eine diplomatische Beilegung des Kriegs auszuloten.
14.04 Uhr: Pakistan sieht Indizien für US-Bodenoffensive im Iran
Pakistans Geheimdienste halten eine US-Bodenoffensive im Iran für immer wahrscheinlicher. Demnach könnte US-Präsident Donald Trump Warnungen seines eigenen Militärs ignorieren und mit einer begrenzten Offensive iranische Küstenregionen einnehmen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur (dpa) aus Sicherheitskreisen in Islamabad. Die Bewertung stütze sich auf militärische Beobachtungen.
Irans Streitkräfte hatten die USA bereits vor einer Bodenoffensive gewarnt: Das Militär sei darauf vorbereitet, sagte Armeesprecher Amir Akraminia vor wenigen Tagen. Die Vermittler Pakistan und der Golfstaat Katar übermitteln nun wieder Vorschläge zwischen den Kriegsparteien, verlautete es aus den pakistanischen Sicherheitskreisen weiter.
13.18 Uhr: Friedenshoffnung lässt Ölpreis sinken
Die Aussicht auf eine Fortsetzung der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran sorgt für kräftige Preisrückgänge am Ölmarkt: Die Nordsee-Rohölsorte Brent verbilligt sich um fast acht Prozent auf 89,12 Dollar je Fass (159 Liter), US-Leichtöl WTI verliert knapp sieben Prozent auf 83,21 Dollar pro Barrel. Damit steuern die Preise auf ihr größtes Intraday-Minus seit mehr als zwei Monaten zu, meldet die Nachrichtenagentur Reuters am Montagmittag.
Die USA und der Iran hatten am Wochenende ihre gegenseitigen Angriffe ausgesetzt und bemühen sich erneut um Verhandlungen. Analysten zeigen sich jedoch skeptisch und vermuten aufgrund von anhaltenden Lieferunterbrechungen, dass die Ölpreise weiter hoch bleiben.
12.52 Uhr: Iran – Derzeit keine Verhandlungen mit den USA
Der Iran hat heute erklärt, dass er derzeit keine Verhandlungen mit den USA führe. „Vermittler mögen Botschaften von amerikanischer Seite an uns übermitteln, die sich auf die aktuellen Entwicklungen in der Region beziehen“, sagte Außenamtssprecher Esmaeil Bakaei in Teheran. „Derzeit stehen wir jedoch in keinerlei Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten.“
Bakaei bestritt auch, dass der Iran um neue Verhandlungen mit den USA gebeten habe. Dies seien „Erfindungen, die die Gegenseite von Zeit zu Zeit in Umlauf bringt“.
10.20 Uhr: Iranische Revolutionsgarden stoppen Schiffe in der Straße von Hormus
Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben sechs Schiffe in der Straße von Hormus gestoppt. Die Marine der Revolutionsgarden habe in der Nacht Warnschüsse wegen sechs Schiffen abgefeuert, die eine nicht genehmigte Route durch die Meerenge hätten nehmen wollen, meldete das iranische Staatsfernsehen am Montag. Daraufhin seien die Schiffe umgekehrt. Mit einem der Schiffe gab es demnach einen nicht näher erläuterten „Vorfall“.
Der Iran hatte zuletzt mehrfach Schiffe daran gehindert, nahe der Küste des Oman durch die Meerenge zu fahren. Teheran versucht mit seinem Vorgehen Schiffe zur Nutzung iranischer Gewässer und zur Zahlung für eine sichere Durchfahrt zu zwingen.
09.41 Uhr: Iran: US-Angriffe treffen Wasserversorgung im Süden
Nach den jüngsten US-Angriffen im Iran sind Behörden zufolge massive Schäden an der Wasserversorgung im Landessüden entstanden. 18 Einrichtungen, darunter Meerwasserentsalzungsanlagen, seien beschädigt worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf einen Behördenvertreter der Provinz Hormusgan. Zehn Anlagen seien bei den Luftangriffen vollständig zerstört worden.
05.37 Uhr: Pentagon ändert Opferzahlen zum Iran-Krieg
Das Pentagon hat vier in den vergangenen Wochen getötete US-Soldaten aus der offiziellen Statistik zum Iran-Krieg entfernt. Sie wurden nun in eine neue Kategorie verschoben, die sich mit „Auslandseinsätze“ übersetzen lässt. Darin werden die vier getöteten Soldaten namentlich aufgeführt, wie auch 207 Verwundete. Unklar blieb, ob auch sie im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg verletzt wurden. Bereits zuvor waren Zahlen von Toten und Verletzten durch den Iran-Krieg im Online-System gesunken. Ein Pentagon-Sprecher begründete das mit „vorübergehenden Datenstörungen“.
05.24 Uhr: Netanjahu bricht zum Besuch nach Washington auf
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu ist auf dem Weg in die USA, die Gespräche im Weißen Haus sollen voraussichtlich am morgigen Dienstag stattfinden. Schon länger war über einen erneuten US-Besuch des israelischen Premiers spekuliert worden. Er sollte eigentlich schon vor einer Woche stattfinden, wurde dann aber abgesagt.
Gleichzeitig hatte sich die Lage im Nahen Osten weiter verschärft. Zuletzt sah es danach aus, dass eine erneute Eskalation mit dem Iran auf Israel übergreifen könnte. Netanjahu und Israels Verteidigungsminister Katz hatten erklärt, Israel werde mit voller Kraft reagieren, falls der Iran Raketen auf Israel abschießt. Der Besuch in Washington kommt nun just in dem Moment, wo die USA eine Feuerpause einlegen.
04.30 Uhr: Ölpreis fällt nach US-Angriffspause im Iran deutlich
Nach dem Ende der US-Angriffsserie im Iran hat der Ölpreis zu Wochenbeginn deutlich nachgegeben. Der Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent lag zeitweise bei ungefähr 92 US-Dollar je Barrel (159 Liter) und damit mehr als fünf Prozent im Minus. Zuvor hatten die USA 13 Nächte in Folge Angriffe auf den Iran gemeldet. Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg in den folgenden Tagen deutlich und überschritt die Marke von 100 US-Dollar je Barrel.
02.25 Uhr: Huthi-Angriffe drosseln Schiffsverkehr im Roten Meer
Nach Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz auf saudische Ölanlagen ist der Schiffsverkehr durch die Meerenge Bab al-Mandab eingebrochen. Gestern durchquerten nur elf Handelsschiffe die Meerenge an der Küste des Jemen – der niedrigste Stand seit Monaten, wie aus aktuell veröffentlichten Daten des Analysehauses Kpler hervorging. Auch der Verkehr durch die Straße von Hormus blieb am Wochenende gering.
Der Schiffsverkehr im Roten Meer wird seit vergangener Woche von den mit dem Iran verbündeten Huthi behindert. Sie wollen die saudischen Exporte blockieren und weiten damit den Konflikt zwischen den USA und dem Iran aus, der bereits die Öllieferungen durch die Straße von Hormus beeinträchtigt hat.
00.46 Uhr: Syrien strebt Sicherheitsabkommen mit Israel an
Syrien strebt ein Sicherheitsabkommen mit Israel an, wie der syrische Präsident Ahmed al-Scharaa in einem Interview mit dem Sender Al-Dschasira erklärte. Ein solches Abkommen könne den Weg für einen umfassenden Frieden zwischen den beiden Ländern ebnen, ohne jedoch den syrischen Anspruch auf die Golanhöhen aufzugeben. Syrien versuche, eine Staatengruppe einzubeziehen, um Israel zu einer ausgewogeneren Politik zu bewegen. „Wir vermeiden Konfrontationen“, fügte Scharaa hinzu. Seine Regierung erwäge zudem keine militärischen Interventionen im Libanon. Die vom Iran unterstützte libanesische Hisbollah-Miliz und Scharaa hatten sich im syrischen Bürgerkrieg als Gegner gegenüberstanden.