Neue Umfrage zum Iran-Krieg kommt für Trump zur Unzeit

Die Unterstützung der US-Bevölkerung für den Iran-Krieg ist einer Umfrage zufolge auf den niedrigsten Stand seit Beginn des Konflikts vor fünf Monaten gefallen. Noch ein Drittel der US-Bürger befürworte den Militäreinsatz, wie aus einer am Montag veröffentlichten Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters und des Instituts Ipsos hervorging. Zudem seien 69 Prozent der Befragten der Ansicht, dass Präsident Donald Trump die Ziele der Intervention nicht klar dargelegt habe. Die allgemeine Zustimmung für Trump stieg in der Umfrage vom Wochenende jedoch leicht um drei Punkte auf 37 Prozent.

Das US-Präsidialamt maß der Erhebung keine Bedeutung bei. Trump werde seine Entscheidungen nicht von schwankenden Umfragewerten abhängig machen, teilte Sprecherin Olivia Wales mit. Wichtigstes Ziel bleibe es, den Iran an der Entwicklung einer Atomwaffe zu hindern.

Der Krieg hatte am 28. Februar mit gemeinsamen Angriffen der USA und Israels auf den Iran begonnen. Seitdem verharrt der Rückhalt in der US-Bevölkerung bei unter 40 Prozent. Die neue Umfrage kommt für Trump zur Unzeit, da die unpopuläre Außenpolitik belastet Trump und seine Republikaner im Vorfeld der Kongresswahlen im November. Bei den Midterms 2026 müssen sie ihre knappen Mehrheiten in beiden Kammern verteidigen, was für Trump eine große Bedeutunghaben könnte.

Trump: Gute Gespräche mit dem Iran

US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben die jüngsten Angriffe im Iran vorerst gestoppt, um laufenden Verhandlungen eine weitere Chance zu geben. „Wir sind in sehr tiefgehenden Verhandlungen mit dem Iran“, sagte Trump der Webseite „Axios“. Zugleich drohte er mit neuen Attacken für den Fall, dass die Gespräche ergebnislos bleiben: „Wir werden wieder sehr starke militärische Gewalt anwenden.“

Er räume den Verhandlungen „nicht viel Zeit“ ein, zum Erfolg zu kommen, sagte Trump „Axios“. Bei den Gesprächen geht es um eine Öffnung der Straße von Hormus sowie eine Wiederaufnahme der Verhandlungen zum iranischen Atomprogramm. Laut Trump traf er die Entscheidung, die Angriffe zu pausieren, am Freitag auf Anraten der Vermittlerländer. Als Vermittler treten unter anderem Katar und Pakistan auf.

Nach Informationen des Fernsehsenders CNN hatten sich Vizepräsident JD Vance und Generalstabschef Dan Caine besorgt über eine Eskalation des Iran-Konflikts gezeigt. Unter anderem habe Caine auf schwindende Munitionsreserven der USA hingewiesen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Der „New York Times“ zufolge geht es dabei vor allem um Luftabwehr-Munition wie Patriot-Raketen. Trump sagte dazu an Bord der Präsidentenmaschine: „Wir haben eine Menge Munition, verschiedene Arten davon.“ Es sei „mehr als wir jemals verwenden könnten“. Zugleich würden die Bestände unter anderem bei Patriot-Systemen ausgebaut.

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