ROLLING STONE Badge

Empfehlungen der Redaktion

Miley Cyrus läutet eine neue Ära ihrer Musikkarriere ein: Die Sängerin hat bei Atlantic Records unterschrieben, dem Label von Bruno Mars, Charli XCX, Cardi B, Kehlani und vielen anderen, wie ROLLING STONE bestätigt hat. Damit verlässt Cyrus Columbia Records, wo sie seit 2021 unter Vertrag stand und eine Reihe von Hits veröffentlichte – darunter „Jaded“ und „Flowers“, mit dem sie 2024 ihren ersten Grammy gewann.

Cyrus hat sich nie so verhalten, wie man es von einem typischen Popstar erwarten würde – und dieser Labelwechsel ist das jüngste Beispiel dafür. Sie begann als Disney-Künstlerin, wo ihre Figur Hannah Montana gleichzeitig als Sprungbrett für ihre eigene Popkarriere diente. Aus dem Disney-Kapitel stammt einer ihrer ikonischsten Songs: „Party in the U.S.A.“ aus dem Jahr 2009, dessen Popularität in den mehr als zehn Jahren seit seiner Veröffentlichung mehrfach neu aufgeflammt ist.

2013 vollzog Cyrus eine musikalische Kehrtwende und wechselte zu RCA Records unter dem Sony-Music-Dach – ein Dreialben-Deal, der das wegweisende „Bangerz“ und dessen Durchbruchhit „We Can’t Stop“ hervorbrachte. Die dazugehörige „Bangerz“-Tour zeigte Cyrus auf dem Höhepunkt ihrer Unkonventionalität. 2024 enthüllte sie, dass sie den Großteil der kreativen Elemente der Show selbst finanziert hatte. „Die ‚Bangerz‘-Tour war eine Investition in mich selbst“, sagte sie damals. „Viele dieser Ideen waren so abgedreht, dass niemand wirklich bereit war, mich bei der Umsetzung zu unterstützen.“

Von Columbia zu Atlantic

Cyrus veröffentlichte 2020 das Glamrock-Album „Plastic Hearts“, bevor sie intern zu Columbia Records wechselte, wo unter anderem 2023 „Endless Summer Vacation“ und 2025 „Something Beautiful“ erschienen. Der weltweite Erfolg von „Flowers“ hätte eigentlich eine ebenso gigantische Tour rechtfertigen können – doch Cyrus hat seit der „Bangerz“-Tour keine eigene Headliner-Show mehr gespielt und war seit einem elfstündigen Festivalmarathon 2021 und 2022 kaum noch auf der Bühne. „Ich wünschte, ich hätte die Lust dazu, aber die habe ich nicht“, sagte sie vergangenes Jahr über das Touren.

Wie also klingt das nächste Kapitel Miley? Kürzlich sprach die Sängerin mit dem „Wonderland“-Magazin für eine Sonderausgabe, die sie in enger Zusammenarbeit mit Chief Creative Officer Alastair McKimm als Gastredakteurin betreute. Das Heft versammelt Mitglieder aus Cyrus‘ Umfeld, ihrer Familie und ihren Einflüssen – darunter Dolly Parton, Noah Cyrus, Kelela, Lykke Li, Sky Ferreira, 070 Shake, Towa Bird und Suzanne Vega.

„Ich liebe das Gefühl, im Einklang mit meinem Zweck, meiner Kraft und meinen Gaben zu sein“, sagte Cyrus. „Ich fühle mich etwas Größerem als mir selbst am nächsten, wenn Platten durch mich hindurchfließen. Das lässt sich kaum beschreiben. Es ist, als würde man aus einem Traum aufwachen, den man noch im Körper spürt, obwohl man ihn nicht wirklich logisch erklären kann. Songwriting fühlt sich manchmal an wie das Überqueren einer Schwelle in eine andere Welt.“

Cyrus‘ Wechsel zu Atlantic folgt auf den Abgang eines der größten Hitlieferanten des Labels: Ed Sheeran unterzeichnete Anfang des Jahres einen neuen Vertrag bei Interscope Records. Popstars wechseln derzeit rege die Lager.