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Als der gefeierte Produzent James Ford, der seit 2007s „Favourite Worst Nightmare“ jedes Arctic-Monkeys-Album betreut hat, sich vergangenes Jahr in einem Londoner Krankenhaus in Behandlung befand, sei es für ihn nur natürlich gewesen, dass seine Gedanken irgendwann zur Musik zurückgekehrt seien.
„Ich lag im Krankenhaus und fühlte mich schrecklich, und in dem Moment, als meine Energie ein bisschen zurückkam, merkte ich, dass ich im Überlebensmodus war und keine wirklich kreativen Gedanken hatte – was auf eine gewisse Weise erschreckend war“, erinnert er sich.
„Ich bin es so gewohnt, jeden Tag Musik zu machen, das ist ein echter Teil meines Selbstwertgefühls und meiner Identität. All diese Dinge hängen zusammen, und ich reguliere meine psychische Gesundheit mit Musik. Als meine Energie also zum ersten Mal zurückkam, war Musik das Erste, wonach mir der Sinn stand.“
Aufnahmen im Krankenhaus
An diesem Punkt griff Fords Frau Sereen ein: Sie brachte ein einfaches Aufnahme-Setup und einen IKEA-Tisch ins St. Bartholomew’s Hospital, was ihm ermöglichte, während seiner Isolation aufzunehmen – eine Vorsichtsmaßnahme zum Schutz seines Immunsystems während der Behandlung einer akuten myeloischen Leukämie.
Die bemerkenswerten Ergebnisse dieses Prozesses – in nur zwei Wochen im vergangenen Jahr geschrieben und aufgenommen – erscheinen nun auf Fords neuem Album „Lost in Another World“, das am 14. August erscheint. Unter seinem vollen Namen James Ellis Ford veröffentlicht, ist es eine außergewöhnliche Platte, die trotz der düstersten Entstehungsumstände wie ein Aufruf klingt, das Leben in all seiner knorrigen Pracht zu umarmen.
Ein ausführliches Interview mit James Ellis Ford gibt es in der August-Ausgabe des ROLLING STONE zu lesen (erscheint am 31. Juli). HIER kann die Ausgabe bestellt werden. Weitere Themen im Heft: Charli XCX spricht ausführlich über ihre psychische Gesundheit und darüber, warum ihr kühnes neues Album kein „Rock“ ist, Gedanken über das Phänomen Kanye West, Matthew Bellamy über die neuen Songs von Muse und die wichtigsten Pop-Alben des 21. Jahrhunderts.