Ein Gewässer sei ein natürlicher Kreislauf: mit Pflanzen, Fischen, Kleintieren, Bakterien, Mikroorganismen, Algen. „Im Endeffekt wird alles, was da hineinkommt, verarbeitet und wirkt wie Dünger für die Pflanzen. Auch wenn wir hinein urinieren, das ist im Endeffekt Phosphor und Stickstoff“, so Loew. Je mehr „Nährstoffe“ man einbringe, desto schneller gehe das Ganze: „Die Algen sprießen, die Pflanzen sprießen, die Fische werden größer. Wenn aber so viel drin ist, dass die Tiere und Pflanzen das nicht aufnehmen können, dann gibt es Sondereffekte, etwa, dass Algen explosionsartig wachsen. Die bilden dann eine dichte Schicht an der Oberfläche, und alles darunter stirbt ab innerhalb von Wochen. Das haben wir zuletzt in den 90er Jahren erlebt.“