Während die Sommertransferperiode beim SK Rapid bislang vergleichsweise unspektakulär verlaufen ist, könnte sich das in den kommenden Wochen noch ändern. Bis zum jetzigen Zeitpunkt hielten sich sowohl die Zahl der Neuzugänge als auch spektakuläre Abgänge in Grenzen, siehe HIER. Nach Einschätzung von Markus Katzer sei die derzeitige Ruhe jedoch trügerisch, wie der Geschäftsführer Sport einen Tag vor dem Rückspiel in der 2. Runde der UEFA Conference League-Qualifikation gegen den andorranischen Klub FC Santa Coloma (Mittwoch, 20:30 Uhr in Hütteldorf, Ligaportal-LIVETICKER) meinte.

Katzer rechnet trotz ruhigem Sommer noch mit Bewegung im Kader

Als Grund dafür sieht Markus Katzer unter anderem den durch die Weltmeisterschaft verschobenen Ablauf des internationalen Transfermarkts (in Österreich hat das Transferfenster noch bis Montag, den 7. September geöffnet). Mittlerweile sei aber spürbar, dass die Dynamik zunehme und der Markt allmählich Fahrt aufnehme. Traditionell komme dabei den englischen Klubs eine entscheidende Rolle zu, deren Transferaktivitäten heuer später als gewohnt eingesetzt hätten.

Als möglicher Abgang gilt derzeit Mittelfeldspieler Romeo Amane. Der 22-Jährige gehörte beim 3:0-ÖFB-Cup-Erfolg gegen Wienerberg zuletzt nicht zum Aufgebot. Laut Katzer stand dies allerdings nicht im Zusammenhang mit einem möglichen Wechsel, sondern mit einer leichten Blessur.

Interesse an Amane sei zwar vorhanden, konkrete Angebote, die den Vorstellungen Rapids entsprechen würden, lägen bislang jedoch nicht vor. Man befasse sich ausschließlich mit Offerten in einer finanziellen Größenordnung, die für den Verein zufriedenstellend sei. Diese Voraussetzungen seien bisher allerdings nicht erfüllt worden.

Amone offenbar vor Abgang

Darüber hinaus schloss Katzer nicht aus, dass auch andere Spieler den Klub noch verlassen könnten. Der Transfermarkt sei jedes Jahr schwer vorhersehbar, da sich Entwicklungen oft innerhalb kürzester Zeit ergeben würden. Aus diesem Grund rechne der 46-jährige Wisener damit, dass insbesondere der August noch einmal deutlich an Tempo gewinnen werde.

Angesichts der aktuellen Kadergröße seien personelle Veränderungen grundsätzlich wahrscheinlich – unabhängig davon, ob Rapid die Ligaphase der UEFA Conference League erreicht. Innerhalb des Kaders gebe es einzelne Konstellationen, für die der Verein Lösungen anstrebe. Eine umfassende Umstrukturierung sei jedoch nicht geplant. Vielmehr habe der Klub aus den vergangenen Jahren die Erkenntnis gewonnen, dass zu viele personelle Wechsel der gewünschten Stabilität im Weg stehen könnten.

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Fotocredit: Gepa-Admiral und Josef Parak