Dem (neuen) Titel und der Beschreibung nach wird es auch darum gehen, „wie es sich anfühlt, als Deutscher Teil der Hiphop-Szene zu sein“. Der Name ist, wie einst bei dem Album, eine Anlehnung an den gleichnamigen Advanced-Chemistry-Song. Den hatten Toni-L und Co. eigentlich geschrieben, um gegen Fremdenhass in Deutschland anzukämpfen. Dass Fler diesen Titel für seine Zwecke abwandelt, sorgte bereits 2008 bei Torch für Unmut, dem er im „Brothers Keepers“-Blog Luft machte.

Dort schrieb er: „Passend zum Trend von Geschmacks- und Ideenlosigkeit vergreift Fler sich hier an einem Klassiker, anstatt auf eigene Ideen zu vertrauen. Anstelle neuer Konzepte zu diesem alten Thema wird der Titel ‚Fremd im eigenen Land‘ und damit der Sinn unseres Songs und geistigen Schaffens verdreht, meines Erachtens auf altbewährtes ‚Stammtischniveau‘ herabgesetzt und mit fragwürdigem Inhalt gefüllt. [sic!]“

Anders als „Im Bus ganz hinten“ wird „Fremd im eigenen Land“ nicht über den riva Verlag, sondern über den Orbita Media Verlag erscheinen. Der Hamburger Buchverlag wartet abseits der Fler-Biografie mit einem wilden Potpourri an Themen auf: So geht es häufig um Vierbeiner, wie in „Katzastrophe – Zwischen Chaos, Krallen und Kuscheln“ aber auch Kochbücher und Ratgeber, beispielsweise dazu, wie man das eigene Leben durch Hypnose verbessert, stehen hier an der Tagesordnung.