Es geht an den Gardasee, nach Verona, Rom oder weiter ans Meer. Wer aus Deutschland nach Italien reisen will, kommt in der Regel nicht am Brenner vorbei. Die gleichnamige Autobahn verbindet Österreich mit Italien. Dort kommt es aber immer wieder zu Staus und Verkehrschaos. Der Brenner-Basistunnel könnte eine echte Reisealternative werden.

Laut der Beobachtungsstelle Brenner-Basistunnel soll der Tunnel auf einer Länge von 55 Kilometern Innsbruck in Österreich mit Franzensfeste in Südtirol, Italien, verbinden. Personenzüge können den Brenner-Korridor nach Fertigstellung dann innerhalb von nur 25 Minuten durchfahren. Kein Wunder also, dass ein wichtiger Meilenstein beim Bau des Brenner-Basistunnels Ende Juli 2026 für Freude gesorgt hat.

Wichtiger Meilenstein beim Brenner-Basistunnel: Durchbruch zwischen Österreich und Italien gelungen

Österreich und Italien haben bislang mit zwei separaten Baustellen am Brenner-Basistunnel gearbeitet. Am 28. Juli 2026 ist schließlich der Durchbruch gelungen. Dort – in den Tunnelröhren rund 1400 Meter unterhalb des Brennerpasses – sind die beiden Mineure-Teams jetzt erstmals aufeinandergetroffen und konnten sich die Hände reichen. Laut der Betreibergesellschaft BBT sind die beiden Haupttunnelröhren an der Staatsgrenze zwischen Österreich und Italien nun miteinander verbunden. Aus zwei Baustellen ist eine geworden.

Die Mineure aus Italien und Österreich sind beim Durchbruch im Brenner-Basistunnel erstmals aufeinandergetroffen. Das Projekt läuft bereits seit 2015 und soll 2032 fertiggestellt werden.

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Die Mineure aus Italien und Österreich sind beim Durchbruch im Brenner-Basistunnel erstmals aufeinandergetroffen. Das Projekt läuft bereits seit 2015 und soll 2032 fertiggestellt werden.
Foto: BBT SE

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Die Mineure aus Italien und Österreich sind beim Durchbruch im Brenner-Basistunnel erstmals aufeinandergetroffen. Das Projekt läuft bereits seit 2015 und soll 2032 fertiggestellt werden.
Foto: BBT SE

Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, sind nach Angaben des Landes Südtirol damit nun alle 230 Kilometer des Tunnelsystems ausgebrochen. „Es handelt sich um einen Meilenstein für ein vereintes Europa auf Schienen und für die Mobilität der Menschen“, erklärte der Südtiroler Landesrat für Infrastrukturen und Mobilität Daniel Alfreider.

Auch auf ihrem Instagram-Kanal hat die BBT den „außergewöhnlichen Meilenstein“ gepostet und „alle Teams, die dieses unglaubliche Ereignis möglich gemacht haben“, beglückwünscht. Mit den zwei Durchschlägen in den Haupttunnelröhren Ost und West würden nun insgesamt drei Tunnel Österreich und Italien miteinander verbinden. Das sei ein „entscheidender Schritt in die Zukunft, in der Züge schnell und nachhaltig zwischen den beiden Ländern verkehren werden“, schreibt die BBT.

Brenner-Basistunnel: Wie geht es nach dem Durchbruch weiter?

Mit dem Durchschlag im Brenner-Basistunnel kann laut der Pressemitteilung der BBT bereits der nächste große Bauabschnitt beginnen. In den kommenden Wochen und Monaten konzentrieren sich die Arbeiten demnach darauf, die Tunnelbohrmaschinen, die auf italienischer Seite bereits für den Tunnelbau genutzt wurden, durch die Haupttunnelröhren in Richtung Innsbruck voranzutreiben. „Mit Abschluss dieser Vortriebe werden die gesamten Röhren der Eisenbahntunnel durchgehend hergestellt sein“, erklärt die Betreibergesellschaft.

Der Durchbruch in einer der Hauptröhren im Brenner-Basistunnel: Auf italienischer Seite wurde bereits mit Tunnelbohrmaschinen gearbeitet. Diese sollen in den nächsten Wochen und Monaten bis nach Innsbruck vorangetrieben werden, um den Eisenbahntunnel in den beiden Hauptröhren auf der gesamten Strecke zwischen Österreich und Italien herzustellen.

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Der Durchbruch in einer der Hauptröhren im Brenner-Basistunnel: Auf italienischer Seite wurde bereits mit Tunnelbohrmaschinen gearbeitet. Diese sollen in den nächsten Wochen und Monaten bis nach Innsbruck vorangetrieben werden, um den Eisenbahntunnel in den beiden Hauptröhren auf der gesamten Strecke zwischen Österreich und Italien herzustellen.
Foto: BBT SE

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Der Durchbruch in einer der Hauptröhren im Brenner-Basistunnel: Auf italienischer Seite wurde bereits mit Tunnelbohrmaschinen gearbeitet. Diese sollen in den nächsten Wochen und Monaten bis nach Innsbruck vorangetrieben werden, um den Eisenbahntunnel in den beiden Hauptröhren auf der gesamten Strecke zwischen Österreich und Italien herzustellen.
Foto: BBT SE

Bis Reisende den Tunnel von innen sehen, wird es laut dpa trotzdem noch voraussichtlich sechs Jahre dauern. Der Brenner-Basistunnel und die dazugehörigen Zuleitungsstrecken in Bayern, Tirol und Italien sollen dann die über 150 Jahre alte, kurvige Bimmelbahnstrecke über die Alpen ersetzen und die Fahrzeit von München nach Verona von etwa fünfeinhalb auf dreieinhalb Stunden verkürzen.

Die Arbeiten am Brenner-Basistunnel und im Gebirge unterhalb der Brenner-Autobahn laufen bereits seit 2015. Nach derzeitiger Planung soll der Tunnel 2032 in Betrieb gehen. Die Planung der Zuleitungsstrecken in Österreich und Italien ist laut dpa weit fortgeschritten.