
Der syrische Ex-Polizeichef fasste am Landesgericht acht Jahre aus
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Anfang Juli sind zwei frühere Vertreter des Regimes des 2024 gestürzten syrischen Präsidenten Bashar al-Assad am Wiener Landesgericht zu jeweils acht Jahren Haft verurteilt worden. Der frühere Leiter der Abteilung 335 des syrischen Geheimdienstes, Khaled Al H., und der Ex-Leiter der Kriminalpolizei in Raqqa, Mussab Abou R., wurden der Folter und weiterer schwerer Straftaten an 21 Zivilisten für schuldig befunden. Nun ist Mussab Abou R. offenbar untergetaucht.
Das Nachrichtenmagazin „Profil“ berichtete am Freitag unter Bezugnahme auf einen für die „New York Times“ tätigen Journalisten und nicht näher genannte anonyme Quellen, dass sich der Mann nicht mehr in Österreich aufhält. „Eine offizielle Mitteilung, wonach er (Mussab Abou R., Anm.) das Land verlassen haben könnte, liegt dem Gericht nicht vor“, meinte die Sprecherin des Landesgerichts, Christina Salzborn, auf APA-Anfrage zu den jüngsten Entwicklungen. Ein Facebook-Posting, das darauf hindeutet, dass der Mann sich mittlerweile wieder in Syrien befinden könnte, sei zum Akt genommen worden, sagte Salzborn.