
1. August 2026, 10:25 Uhr |
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Prime Video beendet sein Experiment mit einem eigenen linearen Fernsehsender. Amazon hat den Kanal Prime zum 1. August eingestellt, nachdem er erst im April 2025 gestartet war. Das Angebot sollte Nutzern den Zugang zur Streaming-Welt erleichtern und ausgewählte Inhalte aus dem Katalog rund um die Uhr präsentieren.
Prime TV verschwindet nach etwas mehr als einem Jahr
Der Sender Prime zeigte rund um die Uhr ein kuratiertes Programm aus dem Angebot von Amazon Prime Video, darunter Filme, Serien und Shows wie „LOL: Last One Laughing“, aber auch Live-Sportübertragungen rund um die NFL, Fußball und Tennis. Den Sendeplan veröffentlichte Amazon in Programmzeitschriften neben klassischen Fernsehsendern.
Dem Portal „DWDL“ hat Amazon das Ende des Senders Prime vorab bestätigt. Mit dem Start des Augusts lassen sich die Inhalte somit nicht länger über das lineare TV abrufen, bleiben aber weiterhin über den Streaming-Dienst von Amazon verfügbar. Vom Ende des Kanals nicht betroffen ist das übrige Live-Angebot der Plattform. Kunden behalten weiterhin Zugriff auf die Programme von ARD, ZDF und den Dritten Programmen. Zusätzlich stehen nach Unternehmensangaben mehr als 500 FAST-Kanäle über Prime Video zur Verfügung.
Mit dem eigenen TV-Sender wollte Amazon das klassische Fernsehen und Streaming stärker miteinander verbinden. Prime war als linearer Sender rund um die Uhr verfügbar und wurde direkt in den Live-Bereich von Prime Video integriert.

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Sender sollte als Schaufenster für Prime Video dienen
Die Strategie hinter dem Angebot bestand darin, Nutzern die Orientierung im umfangreichen Streaming-Katalog zu erleichtern. Das Programm sollte als Schaufenster für Prime Video dienen und insbesondere Menschen ansprechen, denen die lineare Fernsehwelt vertrauter ist als Streaming-Angebote.
Vorangetrieben wurde das Vorhaben unter anderem von Christoph Schneider, dem damaligen Country Director Prime Video Deutschland. Er hatte das Angebot als Möglichkeit beschrieben, Filme, Serien und Shows leichter auffindbar zu machen. Inzwischen hat Christoph Schneider das Unternehmen verlassen.
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Reichweitenmessung kam nie zustande
Mit dem neuen Sender war zeitweise auch eine offizielle Reichweitenmessung geplant. Christoph Schneider hatte dies mittelfristig in Aussicht gestellt. Zu einer solchen Messung kam es jedoch nicht.
Wie stark das lineare Angebot tatsächlich genutzt wurde, bleibt deshalb offen. Offizielle Nutzungsdaten liegen nicht vor. Mangels Reichweitenmessung lässt sich nicht beurteilen, wie groß das Interesse am Sender tatsächlich war.