
Florian Birklbauer fühlt sich seinem Instrument, dem Klavier, sehr verpflichtet, aber nicht unbedingt den Konventionen des damit einhergehenden Konzertbetriebs. Er macht sein eigenes Ding aus dem „Köln Concert“.
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Bei Jazz-Fans löst die Erwähnung des „Köln Concert“ von Keith Jarrett bis heute Gänsehaut aus. Das improvisierte Solokonzert, das am 24. Januar 1975 in der Kölner Oper stattfand, gilt in dem Genre geradezu als heilig. Florian Birklbauer lässt den Geist des Werkes am 8. August im Museum Retz am Liszt-Flügel wiederauferstehen.
Um ein Haar hätte eines der legendärsten Solokonzerte der Jazzgeschichte nicht stattgefunden. Wegen organisatorischer Probleme – es war damals das erste große Event der Veranstalterin – stand ein falscher, kleiner Bösendorfer-Flügel auf der Bühne der Kölner Oper. Zunächst weigerte sich Keith Jarrett, das Konzert am 24. Jänner 1975 auf dem minderwertigen Klavier zu spielen. Beim sonst für Proben verwendeten Flügel klemmten einige Tasten und die Pedale funktionierten nicht.