Bis kurz vor Schluss hatte es für den TSV Hartberg im Auswärtsspiel gegen den FC Red Bull Salzburg nach dem dritten Punktgewinn in der Mozartstadt in Folge ausgesehen. In der 89. Minute mussten die bis dahin aufopferungsvoll kämpfenden Oststeirer dann doch den spielentscheidenden Gegentreffer durch Karim Konaté hinnehmen. Nachfolgend die Statements aus dem Lager des TSV Hartberg nach der ersten Bundesliga-Runde der Saison 2026/27:

Die Statements
Markus Schopp (Trainer TSV Egger Glas Hartberg) über den Spielverlauf:
„Wenn du am Ende das Tor kriegst, ist es natürlich bitter. Ich glaube, wir haben unsere kleinen Möglichkeiten leider Gottes oft nicht fertig gespielt, so wie wir uns das vorgestellt haben. Aber wenn ich mir anschaue, wie wir das verteidigt haben, wie wir versucht haben uns einen guten Start zu erspielen, da waren schon sehr, sehr viele gute Sachen dabei. Wenn man genauer hinschaut, dann sieht man, was die Jungs sich im Ballbesitz vielleicht noch nicht so getraut haben, aber wo ich der Meinung bin, dass die Lösungen auch schon da sind.“
…über mögliche Transfers:
„Der TSV Hartberg hat nicht die Möglichkeit, irgendeinen Fehlschuss zu machen. Deswegen sind wir sehr, sehr überlegt. Mit den Transfers, die wir jetzt gemacht haben, sind wir happy. Was ich schon sagen kann, ist, dass wir natürlich alle Augen noch offen haben, um uns auf gewissen Positionen noch zu verstärken. “
…über das Verhältnis zu seinem Sohn und Spieler Konstantin Schopp:
„Es geht um einen Spieler aus der deutschen Bundesliga, der in Mainz unter Vertrag steht, der uns anvertraut wurde. Das heißt, da ist eine große Verantwortung, den Jungs auf ihren nächsten Karriereschritt zu helfen, sie darauf vorzubereiten. Wenn ich mir die Partie vom Konstantin anschaue, glaube ich, das war ein richtig gutes Spiel von ihm. Deswegen gilt es die Dinge aufzuarbeiten, da sind noch ein paar Sachen dabei, wo er einfach noch ein bisschen mehr Klarheit braucht. Ich finde, dass sehr viele Kleinigkeiten dabei waren, die das ganz Puzzle noch nicht sichtbar machen, aber die für mich einfach eine Bestätigung sind, dass sie verstehen, um was es geht.“
Erich Korherr (Obmann TSV Egger Glas Hartberg) über den Umbruch:
„Alle, die geblieben sind, sind wirklich gute Leute für Hartberg. Wir haben auch gute Leute dazubekommen. Ich glaube, natürlich am Anfang, kann nicht alles so laufen wie gewünscht. Ich glaube, wir sind gut drauf mit dem Kader und vielleicht kommt der ein oder andere noch dazu. Dann wird das für Hartberg gut passen.“
…über den Kader:
„Wir werden uns sicher in der Defensive noch nach Verstärkung umschauen. Auch in der Offensive schauen wir noch, ob etwas für Hartberg verfügbar wäre. Wir werden schauen, dass wir noch etwas auf der linken Seite bekommen, dann schaut die Mannschaft ganz gut aus.“
…über die Zielsetzung dieser Saison:
„Der Trainer hat gesagt, wir wollen in die Top-Sechs. Ich sage immer, das erste Ziel ist, in der Liga zu bleiben. Das zweite Ziel wäre natürlich Top-Sechs. Wenn er mehr schafft, gerne.“
…über die Einbindung vom Trainer in Transferentscheidungen:
„Wir handhaben das so wie bei allen Trainern, dass wir das gemeinsam machen. Am Ende muss natürlich der Trainer mit den Spielern arbeiten und sagen: Den will ich. Dann werden wir schauen, ob es eine finanzielle Lösung gibt, und wenn das passt, dann machen wir Vollzug.“
Angelo Gattermayer (Spieler TSV Egger Glas Hartberg) über das Spiel:
„Am Ende müssen wir das dann ein bisschen konzentrierter verteidigen. Leider kommt Salzburg das eine Mal durch und er köpft ihn natürlich super rein. Das sind Sachen, aus denen wir lernen müssen. Ich glaube, Salzburg hat extrem Druck gemacht. Wir haben probiert, alles wegzuverteidigen, haben dann eben unsere Umschalter nicht mehr so gut genutzt. Da hat es dann manchmal am letzten Ball oder am Eins gegen Eins gehapert. Im Großen und Ganzen ein Riesenkompliment an die Mannschaft, das war Leidenschaft pur. Ich glaube, das ist auf jeden Fall die Basis für eine erfolgreiche Saison.“
…über seinen Wechsel zum TSV Egger Glas Hartberg:
„Ich glaube, ich habe es immer wieder betont, dass das Ausland natürlich ein Traum für mich ist. Aber im Großen und Ganzen habe ich auch immer gesagt, ich muss mich gewollt fühlen. Ich brauche eine gewisse Wertschätzung. Es gab viele sehr, sehr interessante Vereine, die sich bei mir gemeldet haben aus dem Ausland, aber es war nie so dieses: Wir wollen dich unbedingt. Das war bei Hartberg ganz anders. Vor allem der Trainer Markus Schopp hat sich extrem bemüht. Er hat mir gezeigt, dass er mich unbedingt haben will. Dann habe ich mir das Ganze hier angeschaut und habe in der Mannschaft ein unglaubliches Potenzial gesehen. Ich habe dann entschieden, dass das der nächste richtige Karriereschritt für mich ist.“
Tobias Kainz (Spieler TSV Egger Glas Hartberg) über das Spiel:
„Minutentechnisch waren wir sehr nah dran. Schlussendlich geht das Ergebnis aber in Ordnung. Ich glaube, wir haben vieles wegverteidigt, dass da ein paar durchrutschen, wo es dann gefährlich wird, ist klar. Es ist bitter, dass das Gegentor dann so spät kommt.“
…über den Abgang von Jürgen Heil:
„Jürgen war ein wichtiger Bestandteil bei uns, emotional, als Leader. Wir versuchen es einfach, auf mehrere Schultern abzufangen. Ich glaube, dass der Spendlhofer und meine Wenigkeit letztes Jahr auch schon eine wichtige Rolle gespielt haben in dem Sinn. Das passt gut.“
…über den Kader:
„Was den Transfermarkt betrifft, das ist nicht Aufgabe von uns Spielern. Ich glaube, der Trainer und der Erich machen einen super Job. Wir müssen einfach die Dinge umsetzen im Training, das Spiel von heute analysieren und nächste Woche besser werden und bessere Leistungen abrufen gegen Sturm. Dann schauen wir, was rauskommt.“
Konstantin Schopp (Spieler TSV Egger Glas Hartberg) über das Spiel:
„Es ist natürlich sehr bitter, wenn wir so spät das Gegentor bekommen. Ich finde, wir haben es sehr gut wegverteidigt. Wir haben versucht, dem Gegner seine Stärke, die Schnelligkeit vorne, zu nehmen. Wir sind deswegen ein bisschen tiefer im Block gestanden. Wenn man dann so spät noch den Gegentreffer kassiert, ist es natürlich umso bitterer.“
…über seinen Vater als Trainer:
„Für mich ist das kein Unterschied, als wenn jemand anderer Trainer ist. Er schimpft mit mir genauso, wenn ich etwas falsch mache und lobt mich auch, wenn ich etwas richtig mache. Da können Sie auch die Mitspieler fragen, da ist jetzt kein Unterschied. Wir trennen das Sportliche und das Private sehr gut, von daher ist das kein Thema.“
Statement-Quelle: Sky Sport Austria
Siehe auch:
Spätes Tor erlöst FC Red Bull Salzburg im Heimspiel gegen TSV Hartberg
Foto: Getty by FCRBS