Die Professionalisierung ist Neo-Trainer Zulechner aufgefallen, auch im Vergleich zum Regionalligisten Krems, bei dem er zumindest kurzzeitig tätig war. Es gibt einen Analysten, jedes Training kann gefilmt werden, man könne sich als Cheftrainer auf andere Dinge konzentrieren, als das Training aufzubereiten.

„Weniger Arbeit ist vielleicht der falsche Begriff, aber es bleibt die Arbeit, die ich vielleicht nicht perfekt ausführen kann, nicht an mir hängen, sondern bei dem, der das perfekt kann“, sagt er.

Fischen im Teich der Großen

Und auch wenn sich in Voitsberg seit dem ersten Aufstieg einiges getan hat – die Grundausrichtung ist ähnlich geblieben. Man wolle eine Plattform bieten, sagt Szvetits. Mit Sturm und dem GAK hat man zwar vor der Haustür zwei Schwergewichte, die in ähnlichen Teichen fischen. Aber der Pool an Spielern sei vielleicht etwas größer als in anderen Bundesländern, und wer es in Graz nicht schafft, kann für Voitsberg interessant sein.

Mit Sebastian Pirker (20) wechselte beispielsweise ein Innenverteidiger von Sturm II zu Voitsberg, auch Verteidiger Manuel Polster (23) fällt in dieses Schema, obwohl er zunächst bei der Wiener Austria gespielt hatte und im Ausland den Durchbruch nicht schaffte.

Der Kader hat ein Durchschnittsalter von 23,2 Jahren, „das ist unser Weg, für den haben wir uns als Verein entschlossen“, so Szvetits. Kapitän Andreas Pfingstner (33/Karriereende) hat den Verein wie mehrere erfahrenere Spieler verlassen, Tormann Filip Dmitrovic und Angreifer Fabian Schubert (beide 31) sind die einzigen verbliebenen Routiniers.

Liefert die Tormaschine weiter?

Letzterer hatte einen großen Anteil daran, dass Voitsberg nicht nur den Wiederaufstieg geschafft, sondern dabei die Liga regelrecht zerschossen hat.

80 Punkte holte man in der Regionalliga Mitte, erzielte 113 Tore – und 43 Tore und fünf Vorlagen in 29 Spielen gingen auf das Konto von Schubert, der 2020/21 mit Blau-Weiß Linz die Meisterschaft geholt hatte und Torschützenkönig sowie Spieler der Saison geworden war.