Nach dem mehr als geglückten und überzeugenden Start in die Qualifikationsphase der UEFA Champions League ging es für den SK Sturm Graz am Samstag mit der Bundesliga-Saison 2026/27 los. Die Steirer gastierten im „Heiligen Land“ bei der WSG Tirol und mussten sich in ihrem ersten Bundesliga-Spiel in dieser Saison mit einem 1:1-Remis zufrieden geben. 


WSG antwortet schnell auf Grazer Führung

Nach einer abwartenden Anfangsphase von beiden Seiten übernahm Sturm zwar die Kontrolle, echte Torchancen blieben zunächst aber Mangelware. Stattdessen prägten intensive Zweikämpfe das Geschehen. Simon Seidl, Jacob Hödl, Emran Soglo und Ryan Fosso sahen allesamt bereits vor der Pause Gelbe Karten, während die WSG immer wieder gefährliche Umschaltsituationen kreierte.

Die erste große Möglichkeit gehörte dennoch den Hausherren. Nach einem langen Einwurf behauptete Lukas Hinterseer den Ball stark im Strafraum und zog aus der Drehung ab, verfehlte das lange Eck jedoch nur knapp. Auf der Gegenseite meldeten sich die Grazer wenig später erstmals gefährlich zurück: Nach einem Ballgewinn leitete Sturm einen schnellen Angriff ein, doch Simon Seidl scheiterte im Eins-gegen-eins an WSG-Schlussmann Hamzic.

In der 29. Minute schlug der Vizemeister dann eiskalt zu. Nach einem wunderbaren Zuspiel von Gorenc Stankovic zeigte Emran Soglo seine Qualität, legte überlegt ab auf Szymon Wlodarczyk, der aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung verwertete.

Die Antwort der Tiroler ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Zunächst setzte Baden Frederiksen einen Kopfball nach einer Flanke von Michael Olakigbe knapp über die Latte. Kurz vor der Pause gelang schließlich der verdiente Ausgleich. Olakigbe setzte sich auf der linken Seite stark gegen Vallci durch und traf aus spitzem Winkel flach ins lange Eck zum 1:1. 

Sturm betreibt Chancenwucher am Tivoli

Nach dem Seitenwechsel kam Sturm deutlich entschlossener aus der Pause. Die Grazer setzten die WSG früh unter Druck und erspielten sich Chance um Chance. Mehrfach kombinierten sich die Gäste gefährlich bis in den Strafraum, doch entweder fehlte die letzte Präzision oder eine Abseitsstellung verhinderte den Torerfolg. Beganovic, Wlodarczyk und Hödl kamen innerhalb weniger Minuten zu guten Abschlüssen, Hödl traf dabei sogar die Latte. 

Die WSG konzentrierte sich zunächst auf die Defensivarbeit und kam nur vereinzelt zu Entlastungsangriffen. Baden Frederiksen versuchte es aus der Distanz, verzog jedoch. Auf der anderen Seite schien Wlodarczyk Sturm erneut in Führung zu bringen, doch der Treffer wurde wegen einer klaren Abseitsstellung nach kurzer VAR-Überprüfung aberkannt.

Trotz der Grazer Druckphase blieb die Partie offen. Die Tiroler sorgten wenig später beinahe für die überraschende Führung, als Frederiksen im Strafraum Soglo stehen ließ, sein Abschluss jedoch im letzten Moment von Vallci, der sich entscheidend in den Schuss warf und den möglichen Rückstand verhinderte. 

Auf der anderen Seite hatte Vallci dann den Führungstreffer auf dem Kopf, setzte den Ball nach einer Hereingabe aber hauchzart am langen Eck vorbei (65.). Kurz darauf scheiterte der eingewechselte Mamageishvili an der Stange (72.). Zu Beginn der Schlussviertelstunde entschied Schiedsrichter Stefan Ebner nach einem vermeintlichen Handspiel von Ola-Adebomi auf Elfmeter für Sturm, dieser wurde vom VAR aber zurecht moniert, da der Ball an den Kopf des WSG-Kickers geprallt war. 

Die Grazer erarbeiteten sich mittlerweile Chancen im Minutentakt: Kayombo brachte sich in Minute 79 mit einer starken Einzelaktion in eine gute Abschlussposition, doch auch sein Versuch ging knapp am langen Eck vorbei. 

Sturm drückte dann in der absoluten Schlussphase nochmal auf das Gaspedal, doch WSG-Keeper Hamzic konnte den Matchball von Seidl sensationell entschärfen.  Schlussendlich mussten sich die überlegenen Grazer aber mit dem Remis zufrieden geben.

WSG Tirol – SK Sturm Graz 1:1 (1:1)

Sonntag, 01.08.2026 (17:00 Uhr); Tivoli-Stadion, Innsbruck; SR Stefan Ebner.

WSG Tirol: Hamzic – Murray, Boras, Kubatta (85./Gugganig), Gschösser – Celic – Balic (75./Goiginger), Satin, Olakigbe (85./Bambara) – Baden Frederiksen (75./Ola-Adebomi), Hinterseer (89./Falkner); Trainer: Philipp Semlic.

SK Sturm Graz: Khudyakov – Heil, Vallci, Koller (90./Mitchell), Soglo (66./Balbo) – Fosso, Gorenc Stankovic – Beganovic (65./Jatta), Seidl, Hödl (72./Mamageishvili) – Wlodarczyk (72./Kayombo); Trainer: Fabio Ingolitsch.

Tore: Olakigbe (42.) bzw. Wlodarczyk (29.)

Gelbe Karten: Gschösser bzw. Seidl, Hödl, Soglo, Fosso

Spielfilm im Liveticker

Foto: RiPu Sportfotos