Reden wir mal wieder über die Musik der 70er und 80er Jahre, schwelgen wir in gehaltvollen Sphären des sogenannten Adult Rock, respektive Melodic Rock. Wer die Zeit damals als Teenager erlebt hat, konnte sich damit ein bisschen reifer fühlen, „erwachsener“ – dank Bands wie die US-Briten Foreigner. Die Songwriter-Kunst von Mastermind Mick Jones und die herrliche Schmacht-Stimme von Lou Gramm machtne mächtig Dampf im Gemüt oder heilten unsäglichen Liebeskummer mit musikalischem Balsam wenigstens ein bisschen.
Die Kollegen vom Rolling Stone formulierten es so: „Jones ist maßgeblich verantwortlich für die eindrucksvolle Mischung der Band aus wuchtigen Riffs, erstklassigen Melodien und einem Gesang, der in schwindelerregende Höhen vorstößt – all das veredelt durch funkelnde Synthesizer und raffinierte Harmonien“, auch heute noch gut zu hören mit Songs wie „Double Vision“, „Cold As Ice“, „Urgent“ oder „I Want To Know What Love Is“ und „“Waiting For A Girl Like You. Mick Jones zupfte davor bei George Harrison und Peter Frampton die Saiten, bevor er 1977 das Debüt-Album „Foreigner“ auf den Weg brachte. Die Folge: Weltweit rund 80 Millionen verkaufter Tonträger. Und jede Menge Nostalgiegefühle.
Zeitsprung, knapp 50 Jahre später, Ortstermin New York. Die aktuelle Truppe spielte dort „In The Eye Of The Storm“ am 6. und 7. September 2025 live als Film-Soundtrack ein. Und zwar auf Ellis Island, eine Insel im Hafenbereich der Metropole. Die war in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts die wichtigste Einwanderungsstation der USA ins Land der (un-)begrenzten Möglichkeiten, mit Blick gen Freiheitsstatue, die auf der benachbarten Liberty Island die Fackel in der rechten Hand hoch hält.
Die Musik von Foreigner „In The Eye Of The Storm“
Gleich drei Sänger-Knaben intonieren abwechselnd zehn ausgewählte Songs. Neben dem Klassiker Lou Gramm das langjährige Bandmitglied Kelly Hansen und der gebürtige Mexikaner Luis Maldonado mit seiner unerhört energetischen Stimme als würdiger Nachfolger oder Co-Vokalist. Die Jungs haben’s drauf, satte Riffs, schöne Refrains und jede Menge Spiellaune. Schön: Die Reminiszenz an Simon & Garfunkel mit einer Akustikversion von „Bridge Over Troubled Water“ vom Dach des „Dumbo House“ mit Blick auf die Brooklyn Bridge. Unterm Strich ein packendes Happening – aber: allerdings mit zu wenigen einschlägigen Klassikern oder Hits. Was wahrscheinlich dem Konzertfilm vorenthalten sein dürfte…
Foreigner „In The Eye Of The Storm“ erscheint bei Primary Wave als CD oder LP sowie als Stream oder Download, zum Beispiel auf qobuz.deForeigner
„In The Eye Of The Storm“2026/07
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