Mondtag versteht seine Inszenierung vor allem über die Musik. Das Bühnenbild sei wie ein riesiger Lautsprecher konzipiert. „In der Partitur gibt es ganz klare Scharniere, die Handlung und Emotionen verbinden. Das ist fast wie Filmmusik“, sagt der Regisseur. Speziell ist seine Idee, Ariadnes Innenleben sichtbar zu machen. Vier Tänzerinnen verkörpern auf der Bühne ihre Zweifel, Sehnsucht und Albträume. Gleichzeitig machen sie, so Mondtag, die Musik körperlich sichtbar und verbinden die Figur mit dem Orchester. Musikalisch bleibt die Neuproduktion klassisch. Optisch dürfte sie eine der spezielleren „Ariadnen“ werden. Die Reise zum Mars beginnt am Sonntag bei den Salzburger Festspielen.