Dass Hollywood-Filme weltweit gedreht werden, ist nichts Neues. In Deutschland finden immer wieder große Hollywood-Drehs statt, was teilweise an der hierzulande geltenden Filmförderung liegt. Für kleine Gemeinden wie Viechtach und Bodenmais oder Eging ist das etwas Besonderes. Das hat auch die Crew um Ethan Hawke erlebt. Das Filmteam von The Weight – Im Goldrausch war nämlich letztes Jahr in Bayern, um einen Film zu drehen, der in Oregon in den 30ern spielt.

Der Bayerische Wald und bayerische Westernstadt wurden zur Kulisse für den Abenteuerfilm The Weight

In The Weight spielt Ethan Hawke einen Insassen eines Arbeiterlagers, der von einem Aufseher (Russell Crowe) einen Deal vorgeschlagen bekommt. Er soll Gold durch die Wildnis von Utah schmuggeln und dafür seine Freiheit erlangen. Die Wildnis wird im Film dargestellt vom Bayerischen Wald.

Laut einem Bericht vom Bayerischen Rundfunk  wurden neben der Wildnis auch das Arbeiterlager und eine Mine gedreht. Kulisse dafür war die Westernstadt Pullman City in Eging am See. Das 130-köpfige Team kam mit 15 LKW zum Einsatz.

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Die Zusammenarbeit in Bayern gelang auch dank der deutschen Filmförderung

Möglich wurde die Zusammenarbeit der bayerischen Gemeinden mit der Filmcrew durch den FilmFernsehFonds Bayern, der das Projekt mit 2 Millionen Euro gefördert hat. Die Filmförderung in Deutschland hat in der Vergangenheit immer wieder Hollywood in die Republik gezogen, besonders vor 2005. Denn damals versprach das Stupid German Money viele Steuervorteile mit sich zu bringen. Nach einigen Änderungen im Jahr 2005 hat sich die Sache etwas verändert (via Deutschlandfunk ). Noch immer ist es für internationale Filmschaffende äußerst lukrativ, doch die Vorteile für die Deutsche Wirtschaft ist gestiegen.

Filmförderung ins Ausland bedeutet, dass das Geld an die Produktion verliehen wird und in Deutschland ausgegeben werden muss. Daher werden Jobs an hiesige Filmschaffende vergeben oder eben die Kulissen hier im Land ausgesucht und bezahlt. Die Filmförderung ist noch immer sehr umstritten, da die Renditen der deutschen Anleger in den Fonds noch immer im Vergleich mit anderen Staaten weit hinterherhinken.