Eigentlich hätte Supergirl einer der großen Sommer-Blockbuster des Jahres werden können. Nach nur fünf Wochen Spielzeit ist er jedoch kaum noch auf der Leinwand zu finden. Die meisten Kinos haben die DC-Verfilmung nach dem schwachen Start aus dem Programm genommen. Umso schneller erfolgt die Streaming-Premiere.

In den USA ist der zweite Film aus dem DC Universe bereits vergangene Woche bei Amazon Prime Video und Co. erschienen. Bei uns kommt das actiongeladene Sci-Fi-Abenteuer in sieben Tagen, am 10. August 2026, als Kauf- und Leihtitel an. Damit sind nicht einmal eineinhalb Monate seit dem Kinostart Ende Juni vergangen.

Woman of Tomorrow: Der Supergirl-Film mit Milly Alcock kommt zu Amazon Prime Video

Supergirl basiert auf dem Comic Woman of Tomorrow von Tom King und Bilquis Evely. Es handelt sich um keine klassische Origin-Story, die uns die Anfänge der Figur erzählt. Ähnlich wie in dem letztes Jahr gestarteten Superman wirft uns der Film direkt in die Geschichte und stellt uns verschiedene Figuren aus dem DC-Kosmos vor.

Besonders prominent vertreten ist Lobo (Jason Momoa), der Kara Zor-El (Milly Alcock) mehrmals über den Weg läuft. Die hat gerade aber eigentlich keine Nerven übrig für den monströsen Kopfgeldjäger, denn Fiesling Krem (Matthias Schoenaerts) hat ihren geliebten Hund Krypto vergiftet und sie braucht dringend ein Gegenmittel.

Dazu kommt eine Rachegeschichte, denn Krem hat auch die Eltern der jungen Ruthye (Eve Ridley) auf dem Gewissen. Mithilfe von Supergirl will Ruthye dem Bösewicht den Garaus bereiten. Wie so oft gestaltet sich die Rache allerdings als kniffliger Balanceakt in moralischen Grauzonen und fordert einen hohen Preis.

Bald bei Amazon: Supergirl bringt den Vibe der Guardians of the Galaxy-Filme ins DC-Universum

Obwohl Supergirl von Craig Gillespie (Cruella) inszeniert wurde, fühlt sich der Film nicht selten wie ein weiteres Abenteuer der Guardians of the Galaxy an, die James Gunn in den vergangenen Jahren ins Marvel Cinematic Universe gebracht hat. Als neuer DC-Chef greift er nun viele Elemente seiner früheren Marvel-Karriere wieder auf.

Was die Guardians-Filme aber nicht hatten, war die fantastische Milly Alcock, die ihre Kara Zor-El verpeilt, trotzig und traurig zum Leben erweckt. Sehr viel besser hätte dieses Casting nicht ausfallen können. Alcock baut Supergirl als Gegenpol zu David Corenswets freundlichem Superman auf und bringt die Zerrissenheit der Figur auf den Punkt.

Zwischen Langeweile und Schmerz wankt sie durch das DC-Universum, vorzugsweise auf Planeten mit einer roten Sonne, deren Strahlen ihre Superkräfte rauben. Nur hier kann Kara vergessen und verdrängen, was ihr wehtut. Bis ihr bester Freund verletzt wird und die nächste gelbe Sonne nicht schnell genug aufgehen kann.

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Wenn ihr Supergirl im Kino verpasst habt oder nochmal schauen wollt, könnt ihr das ab nächstem Montag bei Amazon Prime Video und allen gängigen PVoD-Anbietern tun. Wann der Film bei HBO Max ins Streaming-Abo kommt, steht noch nicht fest. Dort startet am 17. August 2026 erstmal die düstere DC-Serie Lanterns.