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Innsbruck (Österreich) – Während der gefallene Signa-Gründer René Benko (49) seit Januar 2025 in Untersuchungshaft sitzt, könnte sein einstiges Traumhaus schon bald zahlende Gäste empfangen! 2016 kaufte der Pleite-Milliardär das ehemalige Schlosshotel in Igls bei Innsbruck, ließ es abreißen und errichtete auf dem rund 6000 Quadratmeter großen Grundstück eine Villa der Superlative. Sein Größenwahn ging so weit, dass er sich unterirdisch für rund zwei Millionen Euro sogar die weltberühmte Blaue Grotte von Capri nachbauen ließ. Heute wird das Luxus-Anwesen auf rund 60 Millionen Euro geschätzt.
Doch aus der privaten Traumresidenz könnte nun ein Nobelhotel werden. Die sogenannte „Villa N“ gilt als eines der extravagantesten Immobilienprojekte des gefallenen Immobilien-Königs. Sie soll laut „Tiroler Tageszeitung“ möglicherweise zum Luxushotel umgebaut werden. Der Grund: Ein Verkauf der sogenannten „Villa N“ als privates Wohnhaus gestaltet sich offenbar schwierig.

Der gefallene Immobilien-König: René Benko (49) sitzt seit Januar 2025 in Untersuchungshaft – aktuell in der Justizanstalt Innsbruck
Foto: Joerg Voelkerling
Stadt Innsbruck will Hotel-Pläne prüfen
Deshalb arbeitet Insolvenzverwalter Stefan Geiler, der die zahlungsunfähige „Laura Privatstiftung“ vertritt, zusammen mit der Stadt Innsbruck und einem Immobilienbüro an diesem Hotel-Nutzungskonzept. Die Innsbrucker Stadtpolitik zeigt sich offen für entsprechende Pläne. Stadträtin Janine Bex sagte laut „Tiroler Tageszeitung“: „Sollte ein Projekt eingebracht werden, werden wir dieses sorgfältig prüfen.“

Dieser Traum in Blau ist Teil des Anwesens. Für die Blaue Grotte wurden ca. 2000 Quadratmeter Kunstfelsen verbaut. Die Arbeiten dauerten rund zwei Jahre
Foto: Privat
Das prestigeträchtige Anwesen blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bis zum Verkauf im Jahr 2016 befand sich dort das Schlosshotel Igls mit 18 Zimmern, Suiten und einem rund 200 Quadratmeter großen Luxusapartment. Benko legte dafür rund elf Millionen Euro auf den Tisch. Schon während der damaligen Bauphase gab es von ihm Überlegungen, dort eines Tages wieder ein Luxushotel zu betreiben.
Benkos Gläubiger fordern 40 Milliarden Euro
Hintergrund der neuen Pläne ist der Konkurs der Laura Privatstiftung, die rund eine Milliarde Euro Schulden hat. Die Insolvenzverwalter prüfen derzeit, wie sie das Vermögen der Stiftung und ihrer Tochtergesellschaften zu Geld machen können. Dazu gehören neben der Benko-Villa auch weitere Top-Immobilien in bester Lage rund um Innsbruck.

So gewaltig ist Benkos Mega-Anwesen: Die Schlossvilla auf dem 6000 Quadratmeter großen Grundstück aus der Luft
Foto: picture alliance/Eibner-Pressefoto
Insgesamt fordern rund 3000 Gläubiger über 40 Milliarden Euro von dem ehemaligen Immobilien-König, der seit dem 24. Januar 2025 in Innsbruck in U-Haft sitzt.
Benkos Anwalt sowie Insolvenzverwalter Stefan Geiler ließen eine BILD-Anfrage zu den Luxushotel-Plänen bislang unbeantwortet.