Für Österreichs Vertreterinnen beginnt am Mittwoch die zweite von insgesamt drei Qualifikationsrunden zur Women’s Champions League. Der amtierende Double-Gewinner FK Austria Wien und Vizemeister SKN St. Pölten nehmen den internationalen Bewerb mit unterschiedlichen Voraussetzungen in Angriff, wissen jedoch um die Schwierigkeit der bevorstehenden Aufgaben. Die Chancen auf den Sprung in die Ligaphase gelten für beide Teams als anspruchsvoll.

Am vergangenen Wochenende zum Frauen-Bundesliga-Auftakt noch im direkten Duell gegeneinander, vertreten Meister FK Austria Wien und Vizemeister SKN St. Pölten am Mittwoch beide die österreichischen Farben auf internationaler Bühne. 

Österreichs Topklubs hoffen auf den Einzug in die nächste Runde

Austria Wien möchte die knappe 0:1-Auftaktniederlage in der Bundesliga am Wochenende daheim gegen den SKN St. Pölten rasch hinter sich lassen und international wieder in die Erfolgsspur finden. Zum Auftakt des Miniturniers in Radenci nahe der österreichischen Grenze wartet am morgigen Mittwoch (11 Uhr, Ligaportal-LIVETICKER) der kroatische Vertreter Hajduk Split.

Sollte die Mannschaft diese Hürde meistern, käme es am Samstag (18 Uhr) zum entscheidenden Duell mit dem Sieger der Begegnung zwischen Gastgeber NK Mura und Farul Constanța (Rumänien).

Austria-Trainer Stefan Kenesei bezeichnete die Auslosung als anspruchsvoll. Dennoch sei das klare Ziel, das Turnier als Gruppensieger abzuschließen und damit in die nächste Qualifikationsrunde aufzusteigen. Dabei verwies er auf die positiven Erfahrungen aus der vergangenen Saison, als Siege gegen Glasgow und Minsk gelungen waren.

Erst in der dritten Qualifikationsrunde war gegen den FC Paris Endstation, ehe der weitere internationale Weg im Europa Cup bis ins Viertelfinale führte.

Der SKN St. Pölten, der zuvor viermal in Folge in der Gruppen- beziehungsweise Ligaphase der Champions League vertreten gewesen war, möchte nach einer von deutlichen Niederlagen geprägten Europacupsaison 2025/26 wieder an frühere Erfolge anknüpfen. Dabei soll auch der Heimvorteil helfen: Nachdem der neu verlegte Rasen in der NV Arena entgegen anfänglicher Bedenken freigegeben wurde, empfängt St. Pölten am morgigen Mittwoch (18 Uhr, Ligaportal-LIVETICKER) zum Auftakt die Frauen von YB Bern aus der Schweiz.

Trainer Laurent Fassotte sieht seine Mannschaft nach dem jüngsten Ligasieg bei Austria Wien mit entsprechendem Selbstvertrauen ausgestattet. Im Erfolgsfall würde im Endspiel des Miniturniers voraussichtlich Sporting Lissabon warten, das zunächst auf Seasters Odessa trifft.

Nur der Turniersieg hält den Traum von der Königsklasse am Leben

SKN-Kapitänin Jennifer Klein schätzte die Ausgangslage realistisch ein und verwies darauf, dass angesichts möglicher Gegner wie Paris Saint-Germain, Real Madrid oder dem VfL Wolfsburg in der nächsten Runde wohl eher der Weg über den Europa Cup wahrscheinlich sei.

Fest steht: Nur die jeweiligen Sieger der Miniturniere bleiben im Rennen um einen Platz in der Women’s Champions League. Die zweitplatzierten Teams wechseln in die zweite Qualifikationsrunde des Europa Cups, während die Drittplatzierten bereits in der ersten Runde dieses Bewerbs einsteigen. Dort ist mit Sturm Graz ein weiterer österreichischer Klub vertreten.

Fotocredit: ÖFB/Raimund Nics