Polizei stellte zerrissene Halskette sicher und sucht mögliche weitere Opfer. Der Fall erinnert an eine spektakuläre Raubserie vor neun Jahren.

Am 18. Juli (ein Samstag) sind – wie berichtet – im Grazer Stadtgebiet binnen weniger Stunden zwei ältere Frauen von zwei Männern beraubt worden. Die Täter rissen den Opfern (81 und 88 Jahre) dabei ihre Goldketten vom Hals und flüchteten mit der Beute. Beide Frauen erlitten bei dem Überfall leichte Verletzungen, schlimmer dürften jedoch die psychischen Folgen sein.

Im Zuge der Ermittlungen durch Beamte der Kripo Graz tauchte nun eine zerrissene Goldkette auf, die möglicherweise auch von einem Raubüberfall stammt. Da dieses Schmuckstück keinem der bekannten Opfer gehört, liegt der Verdacht nahe, dass die beiden Räuber öfter zugeschlagen haben.

Opfer gesucht

Die Polizei wendet sich mit folgenden Fragen an die Öffentlichkeit:

+ Erkennen Sie die Halskette im Bild oben wieder?
+ Sind Sie möglicherweise selbst Opfer eines ähnlichen Vorfalls geworden und haben diesen bisher nicht bei der Polizei angezeigt?

Sachdienliche Hinweise sowie Angaben zur Eigentümerin der Kette werden vom Kriminalreferat des Stadtpolizeikommandos Graz unter der Telefonnummer 059133 65 3333 entgegengenommen.

Die sichergestellte Goldkette © LPD SteiermarkDie sichergestellte GoldketteAcht Überfälle im Sommer 2017

Der Fall erinnert stark an eine Serie von acht Raubüberfällen auf ältere Frauen in Graz im Sommer 2017, die große Verunsicherung in der Landeshauptstadt auslöste. Die Polizei reagierte mit einer eigenen Ermittlungsgruppe, der „Soko Schmuckraub“. Mit Hilfe von Bildern aus einer Überwachungskamera kamen sie dem Täter schließlich auf die Spur, er wurde nach wenigen Wochen von Zielfahndern in Rumänien aufgespürt. Der 32-jährige Rumäne wurde in der Folge zu 15 Jahren Haft verurteilt.

Beim Grazer Kriminalreferat hat man freilich die Parallelen erkannt, einen direkten Zusammenhang gibt es offenbar nicht. Auch sind seit dem 18. Juli keine weiteren Vorfälle bekannt, heißt es. Schon nach den ersten beiden Überfällen wurden Phantombilder von den beiden Verdächtigen angefertigt. Demnach soll es sich um zwei Männer um die 30 Jahre handeln. Beide sprachen Deutsch mit ausländischem Akzent.

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