„Neue Radkersburger Bahn“-Obmann geht davon aus, dass Oststeirer nach Aus für Flugverbindung Graz-Wien vermehrt die Thermenbahn nutzen werden, um den Flughafen Schwechat zu erreichen.
Das Ende der Flugverbindung Graz-Wien schlägt hohe Wellen – und regt nun auch Fürsprecher der Thermenbahn auf. In einer Aussendung der Interessensgemeinschaft „Neue Radkersburger Bahn“ stuft Obmann Armin Klein „den Erhalt des Personenverkehrs auf der Thermenbahn wichtiger denn je“ ein. Sein Argument: „Wenn es den Flug von Graz nach Wien nicht mehr gibt, werden umso mehr Leute aus der Oststeiermark mit der Thermenbahn nach Wien zum Flughafen fahren.“
Zwar gibt es keine direkte Thermenbahn-Verbindung zum Flughafen Schwechat, man kann aber bis Wiener Neustadt durchfahren und von dort in einen Railjet zum Flughafen umsteigen. Zahlen dazu, wie viele Oststeirer bis dato die Flugverbindung Graz-Wien genutzt haben, kennt er nicht.
Er sieht es als Aufgabe der Politik, die Strecke von Fehring nach Friedberg zu modernisieren – und betrachtet den Erhalt des Personenverkehrs überhaupt als „rein politische Entscheidung“. Er betont, dass bis zum Fahrplanwechsel Anfang Dezember die Entscheidung gefällt werden müsse, ob die Thermenbahn ausgebaut wird. Klein warnt: „Sonst stirbt die Steiermark wieder ein Stück ab.“
Neue Erkenntnisse nach Urlaubszeit
Zu einer solchen Entscheidung hört man aus dem Büro der FPÖ-Verkehrslandesrätin Claudia Holzer: „Die Partner arbeiten an gewissen Unterlagen. Nach der Urlaubszeit wird es einen Austausch und neue Erkenntnisse geben.“ In der Regierungssitzung des Landes Steiermark im Mai wurde beschlossen, dass die Verkehrsabteilung (A 16) an das Verkehrsministerium und die ÖBB herantritt, um erneut in Verhandlungen über die Zukunft der Thermenbahn zu gehen.
Zuletzt wurde die Thermenbahn im Frühjahr diskutiert. Damals wurde ein vermeintliches Dokument der ÖBB geleakt, das auf ein Ende des Personenverkehrs auf der Thermenbahn zwischen Hartberg und Fehring hindeutete. In einer aktuellen Stunde zur Thermenbahn im Landtag kam es zu einem Schulterschluss aller Parteien für den Erhalt der Bahnstrecke.

